Mikrofone und Hintergrund

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Der Vergleich zwischen den Recordern ZOOM H2n und Tascam DR-05 hat nun leider einen Aspekt nicht berücksichtigt. Der ist noch nachzuholen. Aus Erfahrungen, die man sicher so nicht machen muss.

Kugel – Keule – Niere – Leber

Die Mikrofone im Tascam DR-05 werden im Datenblatt als omnidirektional angegeben, was nichts anderes ist als eine Kugel-Charakteristik. Für das ZOOM H2n steht im Datenblatt „MS stereo & 90-degree XY stereo“, also keine Kugel, vermutlich Nieren-Charakteristik. Macht man direkte Aufnahmen auf Messen mit einem sehr starken Lärmpegel um einen herum, zeichnet das ZOOM sehr gut verständlich und nimmt den Umgebungspegel reduziert auf. Das DR-05 ist da weniger penibel in der Trennung, was die Verständlichkeit deutlich herab setzt. Interessanter Weise ist das DR-07 mit Nierencharakteristik-Mikrofonen bestückt. Was das DR-05 eher für Atmo-Aufnahmen, das DR-07 eher für Interviews geeignet erscheinen lässt. Was bei einem Preisunterschied von 30 Euro die Wahl nicht schwer macht.

CeBIT 2014 - Hörprobe Tascam DR-05

Obwohl ich eher am Rande der Halle stand, sind die Umgebungsgeräusche sehr deutlich zu hören und dienen nicht gerade die Verständlichkeit.

Abhilfe

Rode M3

Rode M3

Daher macht es Sinn, für die Aufnahme in solchen Umgebungen ein externes Mikrofon am DR-05 mit Nierencharakteristik zu benutzen. Und dafür gibt es auch ein Mikrofon, das geradezu ideal ist: das Røde M3. Das M3 ist ein USB-Kondensator und benötigt normalerweise eine Versorgung über Phantomspeisung. Was das DR-05 nicht kann. Zum Glück kann das Røde M3 aber auch über eine interne 9-Volt-Batterie betrieben werden. Was nun noch fehlt, ist die passende Kabelausstattung.

Man geht über ein reguläres XLR-Kabel auf Miniklinke. Das gibt es zum Beispiel bei Amazon oder Thomann. Oder nimmt gleich ein vollständiges Kabel.

Aufnahme mit TASCAM DR-05
 Aufnahme mit TASCAM DR-05 und Rode M3

Und dann hört sich das mit den Umgebungsgeräuschen schon viel besser an. Windschutz ist beim M3 serienmäßig dabei. Und nie vergessen: nicht das Mikro aus der Hand geben. 🙂