Show, don’t tell

Seit bald sechs Monaten bin ich jetzt in meinem neuen Job,  als Redakteur. Nicht wie früher als technischer Redakteur, mit Bedienungsanleitungen und Datenblättern habe ich nichts am Hut. Stattdessen beschäftigen mich Artikel für Fachzeitschriften, Pressemeldungen und Kunden-Newsletter, und nun seit einigen Wochen Online-Texte. In Vollzeit. So zu sagen. Eine komplett neue Website wird für das Unternehmen gebaut, wodurch ich WordPress und das Enfold Theme in aller Härte und im Detail kennen und schätzen lernte. Innerlich hat mich oft etwas Anderes  beschäftigt. Ich dachte, dass ich seit dem Studium an der FJS und dem Lesen vieler schlauer Bücher so manche Frage hinter mir gelassen hätte. So kommt man zu neuen Erkenntnissen. Gerade mit diesem nicht gerade kleinen Online-Projekt habe ich einige Dinge besser verstanden, an einigen Stellen neu durchdenken müssen.

Die Grundfrage bleibt: wie schreibt man gut lesbare, interessante und ansprechende Texte? Ich könnte nun auf so einige Bücher verweisen, dort würde es drin stehen. Doch ich folge Sol Stein und einem seiner entscheidenden Themen, manifestiert in einer alten Schreiber-Regel, oft zitiert, selten umgesetzt.

Show, don’t tell – Zeige es, sage es nicht nur

Mit dieser Regel habe ich mich lange schwer getan, weil ich sie nicht verstand. Erst Sol Stein hat es mir zum ersten Mal verständlich vermittelt. Es geht in dieser Regel darum, nicht Aussagen zu treffen oder Begriffe in den Raum zu werfen, sondern die Natur des Menschen zu berücksichtigen. Der Mensch ist ein emotionales Wesen und zum großen Teil durch Emotionen gesteuert, nicht durch Vernunft. So oft wir auch beteuern, wir wären doch so von der Vernunft gesteuert, so sachlich und konkret. Doch wenn ich etwas darstellen will, muss ich es dem Leser spürbar übermitteln, er muss es nachfühlen können. Nur wenn ein Text, auch ein sachlich technischer, einen emotionalen Inhalt hat, bekommt er Bedeutung und Aufmerksamkeit. Das ist das, was Schulz von Thun im Hamburger Verständlichkeitskonzept mit den anregenden Zusätzen meinte. Oder ein Teil davon. Gemeint ist diese Emotionalität nicht in der Form, den Leser emotional zu berühren, das ist Schnulzenmusik und Schundromanen vorbehalten. Mehr ist das Ziel, dem Leser Situationen zu geben, in denen er sich wiedererkennt.

Ein praktisches Beispiel, zuerst in der nüchternen technischen Form.

Im Tagesverlauf wird an den gleichen Stellen unterschiedliches Licht benötigt oder gewünscht. Dabei sind unterschiedlichste Ausleuchtungsvarianten zu berücksichtigen, zum Beispiel für handwerkliche Arbeiten oder in reinen Wohnszenarien.  So können für nur einen Raum ein Dutzend verschiedene Ausleuchtungen sinnvoll sein.

Verständlich, was gemeint ist, aber es ist trocken und langweilig. Anderer Vorschlag:

Im Tagesverlauf wird oft an den gleichen Stellen ganz unterschiedliches Licht benötigt oder gewünscht. Beim Kochen und bei der Hausarbeit soll die Küche hell sein, mit eher kühlem, bläulichem Licht. Beim Abendessen darf es weniger Licht sein, wärmer mit etwas mehr Rotanteilen. Im Wohnzimmer, bei der Arbeit an der Steuererklärung am Schreibtisch, wird genau dort viel Licht gebraucht. Eine Stunde später, beim Fernsehen oder beim Plausch mit Gästen, wird eine ganz andere Beleuchtung gewünscht. Beim Fernsehen oder beim Entspannen mit Bach oder Beatles ähnlich, aber dann doch wieder anders.  So können für nur einen Raum ein Dutzend verschiedene Ausleuchtungen sinnvoll sein.

Indem ich die Situationen direkt benenne, rufe ich beim Leser eigene Erinnerungen ab, so lange ich davon ausgehe, dass mindestens 90% der Leser sie kennen. Die Wohnbeispiele haben einen gefühlsmäßigen Anteil und gehen über eine reine Sachinformation hinaus. Noch ein technisches Beispiel:

Sicherheitsprobleme entstehen vielfach durch Unaufmerksamkeit oder Nachlässigkeit. Eine Außer-Haus-Taste an der Haustür schließt alle Fenster, schaltet alle Lichter aus, ebenso die Steckdosen in der Küche. Der Alarm-Modus im Haus wird aktiviert. Die Räume werden mit Bewegungs- und Wärme-Sensoren überwacht, ebenso Fenster und Türen mit Schließkontakten und Glasbruchmeldern.

Verstanden. Mit nur zwei zusätzlichen Sätzen rufe ich eigene Erfahrungen des Lesers ab und mache den Text persönlicher:

Viele Sicherheitslücken entstehen durch Unaufmerksamkeit oder Nachlässigkeit. Indem Sicherheit automatisiert wird, spielen momentane Einflüsse wie das wartende Taxi oder der verschlafene Kundentermin keine Rolle mehr. Eine Außer-Haus-Taste an der Haustür schließt alle Fenster, schaltet alle Lichter aus, ebenso die Steckdosen für Kaffeemaschine und Wasserboiler in der Küche. Der Alarm-Modus wird aktiviert. Die Räume werden mit Bewegungs- und Wärme-Sensoren überwacht, ebenso Fenster und Türen mit Schließkontakten und Glasbruchmeldern. Die spätere bange Frage, ob der Herd denn wirklich ausgeschaltet ist, kann man sich nun sparen.

Natürlich wird der Text deutlich länger, er gewinnt aber diesen minimal emotionalen Inhalt, der ihn für den Leser nachvollziehbarer macht, er fühlt sich in seinen eigenen Erfahrungen angesprochen. Es geht nicht nur um sachliche Argumente und Fakten, sondern den Leser in seinem eigenen Leben zu spiegeln.

Verallgemeinert hieße das

Ein Text gewinnt Farbe durch Details. So kann ich in einer Reportage oder in einem Interview nur schildern, dass eine Person einen bestimmten Gesichtsausdruck aufsetzt, nehmen wir Erstaunen. Ich kann aber auch stattdessen seine Körperhaltung wiedergeben, was er mit seinen Händen macht, wie seine Augen aussehen. Je mehr Details ich einfüge, desto greifbarer wird das Geschilderte.

Unser Alltag ist stark visuell bestimmt, tatsächlich verfügen wir über weit aus mehr Sinne wie Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören. Ich kann sagen, dass ein Glas Bier auf dem Tisch steht. Ich kann aber auch beschreiben, wie sich Kondenswasser wie kleine Regentropfen am Glas abschlägt, wie die winzigen Kohlenstoffbläschen aufsteigen, wie der Schaum aussieht, den hopfigen, leicht muffigen Geruch des Bieres beschreiben oder wie es sich anhört, wenn der Schaum prickelnd in sich zusammenfällt.

Ein weiterer Punkt ist das Spezifische. Ich kann sagen, das da drüben sei ein Auto. Ich kann aber auch sagen, das es ein Volvo sei, der schon lange die besten Jahre hinter sich hat, mit den trüben Fenstern vom Zigarettenrauch und dem zersplitterten Scheinwerferglas, mit der ausgeblichenen Motorhaube und den Spuren von Einkaufswagen an den Türen. Je genauer und spezifischer ich das Bild in den Kopf des Lesers male, desto mehr ziehe ich ihn in den Text hinein.

Zahlen sind abstrakt, mache sie greifbar

Das schönste Beispiel, das mir in der letzten Zeit dazu untergekommen ist, stammt von Bill Bryson. Es ging um das Kambrium, ein Erdzeitalter, in dem urplötzlich sehr viele neue Tierarten entstanden. Um klar zu machen, wie lange dieses Erdzeitalter her ist, wählt Bryson diese Darstellung:

Wenn wir in jeder vergehenden Sekunde ein Jahr weiter in die Vergangenheit zurück gehen könnten, wäre wir nach einer guten halben Stunde bei Jesu Geburt. Bis wir im Kambrium ankämen, würde es noch mehr als zwanzig Jahre dauern.

Wenn Zahlen und Daten sich der normalen Alltagserfahrung entziehen, muss ich sie auf eine vorstellbare Weise darstellen. Das gleiche Prinzip gilt im Prinzip für viele Fälle, in denen reine Zahlen in einen Erfahrungswert umgesetzt werden. Das beginnt schon in der Schreibweise: ein Drittel statt 33%, die Hälfte statt 50%, eine knappe halbe Stunde statt 25 Minuten. Dazu sollte man wissen, dass wir beim Lesen einmal in einem assoziativen Modus sind, wo wir nicht jeden Buchstaben lesen, sondern das Wort als ganzes erkennen. Stoßen wir auf Ziffern, müssen wir umschalten und die Zahl tatsächlich rational „entziffern“. Das bricht den Lesefluss.

 

 

Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

Bill Bryson: Eone kurze Geschichte von fast allem

Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

Wenn man Schülern, auch denen der höheren Klassen, etwas wirklich Schlimmes antun möchte, würde die Aufgabe lauten: verfasse eine Inhaltsangabe dieses Buches. Das Problem wäre nicht etwa der Umfang.  Gut 600 eng bedruckte Seiten haben viele Werke der Literatur. Es ist mehr der Inhalt. Bryson stellt Fragen, viele Fragen. Wie groß ist das Universum? Was wiegt unsere Erde? Wie viele Atome enthält ein Mensch? Was sind Bakterien? Wie sind sie entstanden und warum? Wie entstand die Erde, der Kosmos, der Mensch? Warum gab es Eiszeiten? Allein die Fragen aufzulisten, wäre kaum in einem solchen Blog-Eintrag möglich.

Nun ist Bryson natürlich weder naiv noch blöd. Es geht um etwas ganz Anderes, nämlich um die Geschichte der Wissenschaften. Viele dieser Fragen haben sich bereits altgriechische Philosophen gestellt. Erste, natürlich falsche Antworten, kamen ab dem 15. Jahrhundert, da war dann nach Aussage führender Wissenschaftler absolut sicher, das die Erde nicht älter als 76 Millionen Jahre alt sei. Manche Fragen wurden erst im 21. Jahrhundert beantwortet, vermutlich auch falsch. Wir können Sonden zum Mars schicken, auf dem Mond landen. Aber ganz triviale Fragen, die ein Kind stellen könnte, sind noch immer nicht beantwortet. Warum wurden aus Affen Menschen? Zudem ist es eigentlich unmöglich, dass wir Menschen hier auf diesem Planeten entstehen konnten. Alle statistischen Betrachtungen über die Erdgeschichte schließen uns praktisch aus. Er deckt Widersprüche auf, belegt sie zusammen mit Fachleuten. Mit der Erderwärmung wird es in Nordeuropa wärmer? Falsch, es wird kälter. Die Begründung dafür ist absolut logisch, wenn man sie liest.

Bryson leistet eine Rückschau über die Geschichte der Wissenschaft, der Chemie, der Geologie, der Physik. Das ist der Kern des Buches. Er betrachtet auch die Personen, die diese Wissenschaften begründet oder geprägt haben. Ihre Macken, ihre Eigenheiten, ihre Persönlichkeiten, ihre Streits, ihr Versagen, ihre Niederlagen. Das ist die weiche Seite des Buches. Die harte ist eine andere, eine faktische. Es geht nicht um Wahrheit, sondern am Ende um die Frage, was wir wirklich unumstößlich wissen. Oder glauben zu wissen. Er erzählt von den Irrtümern der Wissenschaftler, über ihre Überheblichkeit, über ihre Schwächen, aber auch über ihre Stärken. Die Geschichte, die er erzählt, ist faszinierend für jeden Leser, der nur eine Spur von Interesse für Wissenschaft besitzt. Es ist angefüllt mit Aha-Erlebnissen, mit Fakten, die man nicht geglaubt hätte. Nun ist Bryson kein Wissenschaftler, sondern Schriftsteller. Die Konsequenz daraus ist, dass das Quellenverzeichnis des Buches knapp 50 Seiten umfasst. Er hat mit Dutzenden Wissenschaftlern persönlich seine Themen diskutiert.

Ein derart mit Fakten und Daten vollgestopftes Buch zu schreiben und den Leser bei der Stange zu halten, ist ein kleines Meisterwerk. Bryson weiß jedoch auch, wie man das genau macht, nämlich aus einem ganz fein abgestimmten Mix aus Naturwissenschaften, Geschichten erzählen und einer Prise Voyeurismus. Letzteres in dem Sinne, dass er zeigt, dass die großen Namen der Wissenschaften auch so ihre persönlichen Abgründe hatten, ihre Schwächen. In diesem Sinne ist dieses Buch, wie schon andere von ihm, nicht nur ein Genuss zu lesen, sondern auch ein großartiges Lehrbuch für Schreiber. Die aber 600 Seiten durchstehen müssen. Mir ist es leicht gefallen. Ein tolles Buch für Möchtegern-Wissenschaftler und Journalisten.

PlainEdit, Dreamweaver, Typo3, Joomla und nun WordPress

WordPress als Nachzügler

Meine ersten Seiten im Web habe so um 1995 online gebracht, zu einer Zeit, als man HTML noch mit einem normalen Texteditor schrieb. Und als CSS und JavaScript noch lange nicht erfunden waren. Später wechselte ich zu PlainEdit, der auch nicht viel mehr als ein Text-Editor war. Dagegen war dann Macromedia Dreamweaver Anfang des 21. Jahrhunderts geradezu Hochtechnologie. Es folgten etwas später die CMS-Systeme Typo3 und einige proprietäre Produkte, meine letzten Sites habe ich mit Joomla angelegt. Berufsbedingt kam nun auch WordPress ins Spiel. Diese meine aktuelle Site folgt den Entscheidungen des Unternehmens, für das ich arbeite. Mit allen Systemen, von Dreamweaver bis WordPress, habe ich inzwischen ausgesprochen „fette“ Projekte hinter mir, deshalb an dieser Stelle meine Erfahrungen mit WordPress als CMS und einige wenige Seitenblick dazu zu Joomla.

Systemvergleiche

Was Installation und Handhabung angeht, sind Joomla und WordPress  nicht wesentlich unterschiedlich. Es gibt ein Frontend und ein Backend, bei WordPress scheint immer noch die Blog-Software durch, während Blogs bei Joomla eher ein Nebenprodukt sind. WordPress ist immer noch die ernsthaftere Blog-Version, Joomla hat Blogs mehr als ein Me-Too. Dementsprechend ist WordPress zum Bloggen bequemer und konsistenter, es automatisiert die Organisation von sich aus. Dafür sind statische Seiten in WordPress eher aufgesetzt, sie wirken noch immer etwas exotisch.

Die Historie und der Anspruch

Joomla war von Anfang an als vollständiges Web-CMS gedacht, WordPress nur zum Bloggen. Dementsprechend sind in Jooma wesentlich mächtigere und weitreichendere Funktionen implementiert. Joomla erlaubt den Einfluss auf viele Aspekte des Contents, WordPress ist da eingeschränkter. Allein das Widget-Konzept in Joomla erfordert eine ganz andere Form von Hauptmenu, befreit aber auch von Designschranken. Das Resultat ist, dass das Backend in WordPress deutlich übersichtlicher ist, während man sich in Joomla gerne verläuft. War das jetzt ein Beitrag, ein Modul oder eine Funktion? Auch ist die Auswahl in Joomla bezüglich Tools und Plugins wesentlich größer. Bei einer Wahl zwischen Joomla und WordPress kann das ein entscheidender Faktor sein.

So hat man in WordPress nicht die Möglichkeiten, Beiträge nach Kategorien oder Autoren zu sortieren und Menus unter solchen Gesichtspunkten zu sortieren. Überhaupt sind die Menu-Funktionen in Joomla nicht mit denen in WordPresszu vergleichen. Die Frage an dieser Stelle ist also, wie komplex ich es eigentlich brauche. Wenn ich nur Seiten gestalten möchte, mit ein paar Bildern und einem überschaubaren Hauptmenu, kann dann WordPress die bessere Wahl sein. Jedoch hat die Historie auch noch andere Auswirkungen, die entscheidend sein können. Aber nicht müssen.

In zwei Aspekten ist dieser historische Ansatz jedoch spürbar und kann in Projekten bestimmter Art bemerkbar sein.

User ist nicht gleich User

Joomla hat in der User-Verwaltung und damit in den Rechten, wer was tun darf, eine wesentlich feinere Gliederung. Für ein Einzelprojekt spielt das kaum eine Rolle. Habe ich jedoch ein großes Team, wo die Einen nur schreiben, die Anderen aber auch verwalten dürfen, sind solche Unterscheidungen in WordPress nicht möglich. Das kann Hürden aufbauen, wenn die Unterschiede in den Ausbildungsständen im Team sehr groß sind und sogar ein Projekt gefährden können. Man möchte halt nicht jeden Kollegen an alles heran lassen.In WordPress kann ein User alles, fast alles und sehr wenig. Da ist Joomla genauer, denn es hat in dieser Hinsicht schon fast Funktionen wie ein Redaktionssystem. Da ist auch mit Plugins nicht viel zu ändern, das ist der Historie von WordPress geschuldet.

Wer zählt die Dateien

Ein weiterer Schwachpunkt in WordPress ist die Mediathek. Für ein paar Bilder oder Datein ist die Mediathek in WordPress kein Problem. Hat man jedoch, wie in unserem Firmen-Projekt, Hunderte von Bildern und Dokumenten, gleicht das Wiederfinden eines Bildes oder Dokumentes einem Lotteriespiel. Zwar ordnet WordPress Dateien nach dem Datum des Hochladens, aber nach dem Einstellen von vielen Dateien innerhalb eines Monats hilft das wenig. In unserem Firmenprojekt mit fast 100 Produkten mit den zugehörigen Bildern, Installationsanleitungen, Datenblättern und Flyern standen wir zuerst vor einem Problem.

Erst wollten wir einen eigenen Ablageordner anlegen, unter Zuhilfenahme des File Managers, das hätte aber bedeutet, dass man alle Dateien händisch verwalten mussten anstatt die WordPress-internen Funktionen verwenden zu können. Eine wenigstens halbwegs praktikable Lösung fanden wir in dem Plugin Enhanced Media Library. Damit kann man Dateien in der Mediathek in Kategorien organisieren, so dass man Dateien Beiträgen oder Dateitypen zuordnen kann. Das lindert die geringe Sortierbarkeit in der Mediathek deutlich.

Vom Blog zum CMS

Trotzdem konnte ich mich mitWordPress als CMS nicht so recht anfreunden. Mir fehlten einfach die Gestaltungsmöglichkeiten wie in Joomla. Das änderte sich, als wir für das Firmen-Projekt von einer externen Agentur ein Template bestellten, das sich als auf dem Enfold Template basierend herausstellte. Enfold ist nicht nur ein Template, sondern beinhaltet nicht nur installierte, sondern integrierte Plugins und Tools, einen Editor für Seitenstrukturen und vieles mehr. So kann man Seiten mit unterschiedlichsten Elementen strukturieren:

Enfold-Strukturen

Enfold-Strukturen

Danach fügt man Inhaltselemente ein:

Medien behandelt Enfold auch separat mit passenden Plugins wie Lightbox:

Enfold-Medien

Enfold-Medien

Hinzu kommen bereits integrierte Plugins für eine Layer-basierte Slidebox, Media-Player und die bereits erwähnte Lightbox zum Zoomen und Darstellen von Bildern. Im Gegensatz zu den Plugin-Schlachten herkömmlicher Bauart sind diese integraler Bestandteil von Enfold.

Mit Enfold bekommt WordPress erst die Möglichkeiten, die man zum flexiblen und wirkungsvollen Gestalten benötigt. Man könnte sagen, dass es die Templates sind, die aus WordPress ein halbwegs brauchbares Web-CMS machen, was die Gestaltung angeht. Es behebt nicht die Probleme in der User-Verwaltung oder in der Mediathek. Es reichte jedoch, zusammen mit einigen weiteren Plugins, mich von WordPress zu überzeugen. Denn die Handhabung des Backends ist doch deutlich benutzerfreundlicher und schneller als in Joomla. Deshalb habe ich die 70 $ für Enfold investiert. Eine Investition, die ich nicht mehr missen möchte.

Was bringt’s dem Journalisten?

Das System WordPress + Enfold Template ist eine einfach zu bedienende, übersichtliche CMS-Oberfläche, die keine tiefgründigen Informatikkenntnisse voraussetzt. Trotzdem sehen die Ergebnisse professionell und ansprechend aus. Die gleichen Ergebnisse kann mit Joomla genau so erreichen, jedoch ist der Aufwand wesentlich höher und Joomla kann einen unbedarften Benutzer nicht nur am Anfang abschrecken. Die überschaubare Struktur in WordPress macht dieses CMS auch für Leute interessant und handhabbar, die eben nicht technisch orientiert sind und einfach nur schreiben möchten, nicht entwickeln. In diesem Sinne öffnete WordPress die Welt des Online-Journalismus auch nicht technischen Anwendern.

So läuft diese Site nun unter WordPress. Als Nächstes kommt die Multisite-Funktion in WordPress. Weil Web-Design auch Spaß machen kann.