Petra van Laak: Clever texten fürs Web

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Bei dem jetzt schon verfügbaren Arsenal an Büchern für das Online-Geschäft in 2017 noch ein neues dazu heraus zu bringen, erfordert Mut. Oder ein ganz neues Konzept. Oder eine ganz neue Methode. Nach den positiven Erfahrungen mit anderen Büchern dieses Genres bestellte ich das Buch sofort und hoffnungsfroh, denn es war vollmundig angeboten. Von einem Verlag, der schlechthin für Qualität steht. Dieses Mal leider eine Fehleinschätzung meinerseits.

Wenn nicht drin ist, was darauf steht

Erwartet hätte ich einen konzentrierten Beitrag zum Thema Texten, denn so lautet der Titel des Buches. Auch ging ich davon aus, dass etwas Neues käme, Methoden oder Regeln für Leute, die grundsätzlich schon schreiben, aber besser werden wollen. Petra van Laak hätte sich wohl einen ihrer ersten Hinweise zu Herzen nehmen sollen, denn die Zielgruppe, für die sie schreibt, existiert seit gefühlten 20 Jahren nicht mehr: Leute, denen man erklären muss, was Facebook, Twitter und Instagram sind. Sie hätte auch den Titel ihres Buches ernster nehmen sollen. Denn um das wirkliche Texten geht es höchstens in einem Drittel des Buches. Davon sind ganzseitige Schilderungen ihres Agenturalltages und massenhafte Beispiele aus ihren Projekten keine Hilfe fürs Texten. Nur, dass diese Schilderungen mir wenig sagen und auch mit dem Hauptthema des Buches verschwindend wenig zu tun haben. Das eigentliche Thema Texten, der eigentliche Inhalt des Buches, besteht aus Hinweisen, die ich in hundert Blogs spezifischer und greifbarer finde. Dass Schlüsselwörter in Überschriften gehören oder dass Bilder barrierefreie ALT-Tags bekommen, ist keine wirklich neue Erkenntnis. Das Hamburger Verständlichkeits-Modell in einem einzigen Satz abzuhaken, ist fast eine Kunst. Was responsives Webdesign ist, gehört in diesem Umfang nicht in ein Buch über Texte. Überhaupt haben die ganzen Web-Themen mit Texten rein gar nichts zu tun.

Worum geht es dann?

Der Rest des Buches sind Erklärungen von Online-Diensten und Social Media-Kanälen, auf weit mehr als einem Drittel des Buches. Die letzten 50 Seiten bedienen gleichzeitig Search Engine Optimization, Story Telling und Content Marketing. Schon über diese Einzelthemen alleine schreiben andere Autoren ganz dicke Bücher. Abgerundet wird der Inhalt mit der Aufforderung, im Buch hin und her zu springen und mal zu sehen, was man so findet. So etwas mache ich in Amazon oder im Spiegel, in einem Buch, genauer: in einem Fachbuch, möchte ich durch die Gedanken und das Wissen des Autors geführt werden. Ich erwarte ein Konzept und eine Linie. In diesem Buch habe ich nichts gelesen, was mir nicht schon vorher oft genug online untergekommen wäre. Kostenlos. Das Buch ist eine wahlfreie Sammlung von Dingen, die irgendwie mit Texten und mit Online-Business  zu tun haben. Leider ohne Linie und ohne Konzept.

Nun mag man einwenden, das Buch sei eine Einführung für Anfänger im Online Business. Aber wer gerne in 2017 Twitter erklärt bekommt und dass SEO sowieso eigentlich ganz einfach ist, sollte vielleicht gleich die Finger von diesem Thema lassen. Dem Duden-Verlag würde ich empfehlen, neue Bücher etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und entsprechend zu bewerben. Dieses Thema können einige Bücher besser.

Nea Matzen – Onlinejournalismus

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Nea Matzen: Onlinejournalismus

Nea Matzen: Onlinejournalismus

Die Taschenbuchserie Wegweiser Journalismus des UVK-Verlages war mir schon mehrfach begegnet, kleine, aber gut geschriebene und hilfreiche Einführungen in verschiedene Themen des Journalismus. Das Buch Onlinejournalismus von Nea Matzen hatte ich kurz nach dem Buch von Henning Noske gekauft. Im Vergleich zu letzterem wirklich ein Taschenbuch. So stellte sich die Frage, wie viel Informationen und Hilfe ein so kleines Taschenbuch denn liefern kann. Und ich musste zugeben, dass es eine Menge ist.

Nea Matzens Buch ist ein klassisches Sachbuch, fachlich fundiert und wohl strukturiert. Was bei einer Autorin, die aus dem Printbereich kommt, die klassische Journalismusausbildung gegangen ist und heute bei tagesschau.de arbeitet, nicht wirklich wundert. Matzen nähert sich dem Thema nicht aus einer technischen Sicht, sondern aus Sicht des Journalisten. So sieht dann der Inhalt aus, vom Texten fürs Netz über Texteinstiege und Textaufbau  bis hin zu Darstellungsformen im Netz. Zwar geht sie auch auf den technischen Hintergrund ein, aber der ist nur Mittel zum Zweck. Für Matzen stehen die journalistischen Aspekte im Vordergrund, nämlich wie erfolgreiche Online-Texte entstehen, wann solche Texte erfolgreich werden können und warum. Sie beschreibt praktisch und anschaulich, wo die Unterschiede zwischen Print und Online liegen, wo Onlinejournalismus seine Stärken ausspielen kann und wie.

Der Ausgangspunkt Journalismus, nicht die Technik, ist die Stärke dieses Buches. Matzen schreibt aus journalistischer Sicht, nicht aus der Sicht des Nerds oder Technikers. Es geht um Texten, Textaufbau, Darstellung und Formate. Auch Blogs und Bilderstrecken kommen zur Sprache, bis hin zu Social TV und User Generated Content, aber eben nicht aus technischem Blickwinkel, sondern aus dem, den ein Journalist haben sollte. Am Ende geht es um Erfolg, der für Matzen nur solidem Handwerk beschert ist. Auch und gerade deshalb ein guter Einstieg für die, die in diesem Thema relativ neu sind und Orientierung in den verschiedenen Darstellungsformen suchen. Gut geschrieben, fokussiert, verständlich. Und doch gibt es einen Kritikpunkt: durch das häufige Einstreuen von Infoboxen in Orange und Grau leidet die Lesbarkeit. Nimmt man das in Kauf, ist dieses schmale Taschenbuch ein sehr guter Einstieg ins Thema.

Bill Bryson – Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge

Bill Bryson: Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge

Bill Bryson: Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge

Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen zu allgemeinen Büchern. Das tue ich hier auch nicht, sondern würde dieses Buch des Amerikaners Bill Bryson Schreibern aus einem ganz anderen Grund empfehlen. Weil man von Bryson lernen kann, wie man ein fast 600 Seiten dickes Buch über überflüssiges und nutzloses Wissen schreibt, ohne auch nur eine Seite lang zu langweilen. Weil Bryson ein sehr guter Schreiber ist, von dem man eine Menge lernen kann. Weil es genau zwei Dinge sind, mit denen Bryson den Leser fesselt und auf eine Reise vom Mittelalter in die Moderne mitnimmt.

In diesem Taschenbuch, das in keine Hosen- oder Jackentasche passt, erzählt Bryson ausgehend von dem alten Haus, in dem er jetzt in Nordengland lebt, wie all die Dinge entstanden sind, die wir heute für alltäglich halten. Die es aber 1851 noch nicht waren. Wie die heutigen Zimmer in unseren Häusern entstanden, wie man lernte, Besteck zu benutzen, wie die Häuser entstanden sind, welche Krankheiten die Menschen bis ins 20. Jahrhundert hinein geißelten und warum. Wie sich die Architektur aus dem Altertum heraus entwickelte, er erzählt auch die Wahrheit hinter dem Telefon, und dass früher einmal drei Streuer auf den Tischen standen, nicht nur Salz und Pfeffer, wobei niemand mehr weiß, was in dem dritten Streuer war. Bryson erzählt, ausgehend aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts und früher, wie das Leben und Dasein in Großbritannien entstand, mit all seinen unzählbaren Zwischenschritten. So weit der Inhalt des Buches.

Dass es Bill Bryson nun schafft, jemanden wie mich, der sonst nur mit Begeisterung journalistische Fachbücher verschlingt, zum stringenten Lesen eines Sachbuches verleitet, liegt an zwei Dingen. Erstens ist Bryson ein Recherche-Monster. Alle Geschichten werden mit Namen, Daten und Fakten umrahmt, meistens mit Angabe der Quelle oder wer wo wie mit wem verwandt war. Seine Texte haben einen Detailreichtum, der das Lesen zu einer Tour de force durch das Leben an sich macht. Auf den ersten Blick mögen diese einzelnen Geschichten für sich allein stehen, erst mit der Zeit verbinden sie sich zu einem Gesamtbild der Entwicklung der Moderne. Zweitens schreibt Bryson einen Stil, der weder extrem farbig oder plakativ ist, aber genau den Spagat zwischen Alltagssprache und Literatur schafft, der den Text mühelos von der Seite in die Phantasie transportiert. Bryson lässt den Film im Kopf Wirklichkeit werden. Dazu gehört auch seine Fähigkeit, Humor und Ironie in einem gerade noch wahrnehmbaren Maße einzustreuen. An Bryson kann man sehr anschaulich lernen, wie man anschaulich schreibt. Das macht dieses Werk nicht nur zu einem wunderschönen Buch, sondern auch zu einem Lehrbuch des Schreibens.

Bill Bryson: Reif für die Insel

Bill Bryson: Reif für die Insel

Es ist mein drittes Buch von Bryson, die beiden ersten handelten von seiner Wahlheimat England. Und wie ein gebürtiger Amerikaner zu einem überzeugten Briten mutierte. Nach dieser kurzen Geschichte von den alltäglichen Dingen bin ich mir fast sicher, es war nicht das letzte Buch von Bill Bryson, das auf meinem Stehtisch landete. Eben weil ich als Schreiber so viel von ihm gelernt habe. Schon in seinem ersten Buch.

Sol Stein – Über das Schreiben

Sol Stein: Über das Schreiben

Sol Stein: Über das Schreiben

Schon als Kind mochte ich keine dicken Bücher. Als ich das Buch von Sol Stein auspackte, fragte ich mich, wie lange ich für dieses 450-Seiten-Werk wohl brauchen würde, wahrscheinlich Monate. Es wurden keine drei Wochen.

Sol Stein ist ein amerikanischer Lektor und Autor. Die Namensliste seiner Kunden, für die er lektoriert, ist das Who-Is-Who der amerikanischen Autorenszene. Daher ist das Buch auch zuerst für Autoren in der fiktionalen Literatur gedacht. Stein zeigt, wie man gute und bindende Texte schreibt, wie man Spannung aufbaut, wie man Geschwindigkeit steigert und zurück nimmt, wie man Texte strukturiert und so weiter. Das habe ich bei anderen Autoren auch schon gelesen, aber Stein ist der Erste, bei dem ich das Prinzip „Erzähle nicht, zeige“ tatsächlich verstanden habe. Dazu, wie man eben gute Texte schreibt, ohne Platitüden und Schemata, wie Texte emotional werden und anschaulich. Er kann die vielen Regeln und Verfahren für Texte plausibel und anschaulich darstellen, mit vielen Beispielen, kleinen Übungen und Auszügen. Netter Weise hat er aber nicht nur die Schreiber fiktionaler Texte im Sinn.

Etwa ein Drittel des Buches wendet sich an die nichtfiktionalen Schreiber wie Journalisten. Wie man auch eine Nachricht oder einen Bericht oder eine Reportage lebendig, packend und lesenswürdig verfasst, was Sprache bildhaft macht, was langweilige von spannenden Texten unterscheidet. Damit wird Über das Schreiben nicht nur ein großes Buch für Autoren von Romanen und Kurzgeschichten, sondern auch für Journalisten. Ein Buch, dass man nach dem Lesen und Durcharbeiten anders auf seine Texte schaut. Eben eines der wenigen großartigen Bücher.

Radio ist für Oldies? Wohl kaum.

Zumindestens sagt die Medienanalyse ma 2016 etwas ganz anderes.
Radioszene.de
Radioszene.de hat dazu einen passenden Artikel.

Henning Noske – Online-Journalismus

Henning Noske - Online-Journalismus

Henning Noske – Online-Journalismus

Man könnte ja meinen, gerade als „digital native“, man wüsste schon alles. Lässt man etwas mehr Selbstkritik zu, kann man nie genug lernen. Deshalb kam das Buch Online-Journalismus – Was man wissen und können muss von Henning Noske in meinen Bestand. Etwas stutzig machte mich zuerst der Untertitel des Buches: Das neue Lese- und Lernbuch. Erst im Nachhinein habe ich verstanden, was gemeint war. Dieser Hinweis macht das Buch zum einen interessant und zum anderen wieder etwas sperrig und nicht immer einfach zu lesen. Und doch halte ich das Buch für hilfreich und gut.

Henning Noske ist ein ganz alter Hase, Jahrgang 1959 und Leiter der Stadtredaktion der Braunschweiger Zeitung. Damit kommt er erwartungsgemäß aus der alten Welt des Print-Journalismus. In diesem Buch beschreibt er seinen Weg aus dem klassische Print- in den Online-Journalismus, wie er begonnen hat, wo er heute gelandet ist und welche Erfahrungen er auf dem Weg mitgenommen hat. Deshalb ist das Buch ein Lesebuch, er nimmt den Leser mit auf seine Reise von der Schreibmaschine zum iPhone. Lernbuch ist es dann, wenn er Techniken und Themen im Online-Journalismus beschreibt. Damit pendelt Noske zwischen den Polen Autobiografie und Fachbuch. Das hat einmal etwas Erfrischendes, landet dann leider gelegentlich etwas zu sehr in der Klassik. Noske hält die Prinzipien des klassischen Journalismus sehr hoch, und das ist gut so, er will den Qualitäts-Journalismus in der Online-Welt sehen. Aber, ob eine kommentierte Listung des Pressekodex wirklich hilfreich ist, muss man für sich selbst entscheiden. Dafür ist eine Übersicht der Fachbegriffe und Produkte in der Online-Welt schon ein gelegentliches Aha wert.

Damit hängt das Buch ein wenig zwischen den Welten. Es ist kein wirkliches Sachbuch, eher ein Ratgeber und Tippgeber, wie man seinen Weg in den Online-Journalismus nehmen kann, was die Voraussetzungen sind und worauf man achten sollte oder muss. In dem Sinne ist es lesenswert. Wer allerdings ein knappes und kompaktes Lehrbuch für den Online-Journalismus erwartet, wird enttäuscht sein. Ich bereue die Lektüre des Buches nicht, es hat doch den Wert, dass es dem angehenden Online-Journalisten die kritischen Punkte und Pfade vor Augen führt. Oder dem schon gesetzten Online-Menschen noch den einen oder anderen Wecker stellt.

Roy Peter Clark – Kurz und gut schreiben

Kurz und gut schreiben

Kurz und gut schreiben

Roy Peter Clark ist ein guter Recycler. Sein Buch aus 2014 konzentriert sich auf Kurzprosa. Kurzprosa findet sich überall, als Werbetexte, in Twitter und Facebook, auf Toilettentüren und auf Zetteln in Glückskeksen. Genau genommen unterscheidet sich dieses Buch nicht wesentlich von 50 Werkzeuge für gutes Schreiben, er geht hier konzentrierter auf Methoden und Verfahren für kurze und kompakte Texte ein. Diese beiden Bücher, dieses und 50 Werkzeuge, ergänzen sich, in einigen Abschnitten wiederholen sie sich. Ich würde Kurz und gut schreiben als Ergänzungsband zum obigen Buch betrachten. Zielthema sind kurze Texte und wie man Inhalte und Umfang fokussiert. Für Leser des obigen Buches nicht immer neue Erkenntnisse, aber als Ergänzung für die Welt des Digitalen sinnvoll. Das macht er im ersten Drittel des Buches auch sehr gut. Tatsächlich kommen viele Tipps und Beispiele zur Sprache, wie Sprache eindeutig, klar und korrekt wird. Dabei geht Clark auf den aktuellen Stand der Kommunikation ein, auf Twitter und andere Online-Dienste.

Roy Peter Clark arbeitet immer mit vielen Beispielen und anschaulichen Zitaten, das macht seinen Stil aus. In diesem Buch bleibt er dabei, das erzeugt Praxisnähe, nicht ohne gewisse Seitenhiebe auf andere Autoren, oft humorvoll und sehr lesbar geschrieben. Ich würde empfehlen, entweder Kurz und gut schreiben oder 50 Werkzeuge zu lesen. Beide zusammen ergeben einige Redundanz.

Entrauschen in Adobe Audition

Es war einmal ein Mikro

Eine Zeit lang habe ich gerne mit dem Rode NT1-A aufgenommen. Die eine Stärke des Kondensator-Großmembraners ist das fast nicht hörbare Rauschen. Die andere ist für die Aufnahme von Gesang die Fähigkeit, auch kleinste Nuancen und Feinheiten aufzulösen, für eine Sängerin wie Adele unverzichtbar, für einen Sprecher von Texten jedoch eher nervig. Denn diese Feinsinnigkeit des NT1-A bedeutet, dass auch kleinste Unsauberkeiten wie Lippengeräusche, Schmatzen, Zungengeräusche oder nur Geräusche von der Maus in der Aufnahme landen. Das nervte mich. So holte ich wieder mein Rode Procaster aus dem Koffer, stöpselte den geliebten Triton FetHead davor und erfreute mich des warmen, angenehmen Klanges dieses mächtigen Großmembraners der dynamischen Bauweise. Keine Schmatzer mehr, keine Lippengeräusche, ein sonorer Klang, der trotzdem nicht auf Feinheiten in der Stimme und Artikulation verzichtet. Aber oh weh, da war es wieder. Wenn man sich keinen Channel Strip (also einen Mikrofon-Vorverstärker) der 2000 Euro-Klasse leisten kann oder will, ist es so sicher wie das Amen in der Kirche: das Rauschen vom Mikrofon selbst und vom Vorverstärker. Denn aufgrund physikalischer Gegebenheiten rauscht gerade ein dynamisches Mikro eben. Der Kondensator hat da prinzipbedingt die Nase vorn. Also entweder es rauschen lassen, oder … sich etwas detaillierter mit den Rauschreduzierungen in Adobe Audition auseinander setzen. Gesagt, getan. Die Zeit kostet das Erforschen, wie es geht. Hat man das getan, ist das weitgehende Ausschalten des Rauschens nur eine Sache weniger Clicks.

Eines ist jedoch Voraussetzung. Damit das schnell und easy geht, muss man eine fixe Konfiguration haben. Alle Pegel gut und passend eingestellt, immer gleiches Mikro, Sprechabstand einigermaßen konstant, Umgebung weitgehend identisch. Daher sollte man vor der Erstellung seiner Entrauschung das alles erledigt haben. Wechselt man später das Mikro, den Preamp oder die Pegel, geht es noch einmal vor vorne los. Selbst dann spreche ich von Minuten für eine neue Einstellung. Oder man kann sich für unterschiedliche Konfigurationen Presets in Audition abspeichern. Kein Beinbruch, nur ein paar Schritte zusätzlich.

Adobe Audition ab CS6/CC kennt mindestens zwei Entrauschungsfunktionen.

Adaptive Noise Reduction vs. Hiss Reduction

Noise/Hiss Reduction

Noise/Hiss Reduction

Die erste nennt sich ‚Adaptive Noise Reduction‘ und versucht, selbst zu erraten, wo etwas zu entrauschen ist, daher ‚Adaptive‘. Diese Funktion ist schon recht gut, erfordert aber eine Menge Versuche, die exakten Einstellungen zu finden, bei denen es zuverlässig geht. Diese Funktion war schon vor CS6 in Audition und wurde aus Gründen der Kompatibilität beibehalten. Damit alte Produktionen aus < CS6/CC weiter laufen, die dieses Plugin verwenden. Neu in CS6 ist die letzte Funktion ‚Hiss Reduction (process)‘, die arbeitet wesentlich zuverlässiger und genauer, weil sie in der Lage ist, ein Rauschen erst zu analysieren und das Gesamtsignal danach viel genauer zu entrauschen. Um das für seine Konfiguration zu tun, brauchen wir eine Art Template, mit dem wir unser spezifisches Rauschen vorliegen haben und etwas Testmaterial, um die Einstellungen der Funktion zu optimieren.

Wir machen uns also, mit den endgültigen Einstellungen und Parameter der Konfiguration, eine kleine Aufnahme. Diese besteht bei mir aus:

  • Fünf Sekunden Stille, nur Mikro und Preamp dürfen vor sich hin rauschen.
  • Zwei bis drei normale, aber noch natürliche Atmer.
  • Nun Zählen von eins bis fünf. Die Eins möglichst leise, dann lauter werden bis zur Fünf mit normaler Stimme.

Dieses Template speichern wir mit möglichst hoher Qualität ab. Ich nutze grundsätzlich 320 kBit/s bei 44,1 kHz. Zwar könnte man glauben, dass es später eh nur mit 192 kHz/s auf den Sender geht, aber das ist ein Trugschluss. Schlechtere Qualitäten sollte man grundsätzlich meiden, damit die Gesamtqualität später bei mehrfacher mp3-Reduktion nicht grottenschlecht wird. Diese Regel gilt übrigens immer. Stellt man sich vor, man produziert einen Jingle, der am Ende mindestens drei Mal durch den mp3-Encoder geht – erste Aufnahme, abmischen, noch mal im Projekt abmischen – bleibt am Ende kaum noch etwas Brauchbares zurück. Was erst einmal aus dem Material raus ist, kann man nicht wieder zurück holen. In diesem Sinne: als mp3 immer mit der höchsten Qualität arbeiten, bis es am Ende auf den Server des Senders geht. Dann geht unterwegs nicht viel verloren.

Analyse des Templates

Hiss Reduction

Hiss Reduction

Eventuell noch Geräusche am Beginn der Aufnahme löschen, so dass der erste Teil eben nur aus Rauschen besteht. Dieses Template lädt man nun in Audition im Spureditor, nicht im Multitrack. Nun werden die ersten vier bis fünf Sekunden reines Rauschen mit gedrückter linker Maustaste markiert. Hier haben wir das Rauschen, das nun analysiert wird. Nun rufen wir ‚Effects | Noise Reduction | Hiss Reduction‘ auf. Wir clicken ‚Capture Noise Floor‘ und bekommen im Diagramm genau die Charakteristik unseres Rauschanteils. Nun markieren wir als nächstes unsere Atmer, um die Parameter des Entrauschers zu optimieren. Das Rauschen soll reduziert werden, die Atmer müssen möglichst genau erhalten bleiben.

Parameter

Parameter

Die Parameter im ganz unteren Bereich können wir so lassen, das passt ganz gut. Wir nutzen nur die beiden Regler ‚Noise Floor‘ und ‚Reduce by‘. Mit dem oberen Regler wird der Pegel des Rauschen eingestellt, mit dem zweiten, wie stark das Rauschen reduziert wird. Zum Abhören empfiehlt es sich, die Loop-Funktion unten rechts zu aktivieren und dann das Abhören mit dem Pfeil daneben zu starten. In der stetigen Wiederholung optimiert man die beiden Einstellungen für den Rauschpegel und die Reduzierung desselben.  Das ist etwas Ausprobieren, geht aber zügig. Meine Kombination Rode Procaster – Triton FetHead – Steinberg UR22 war bei 5 oder 6 dB und 14 bis 16 dB optimal. Dann sollte das Rauschen möglichst leise sein, die Atmer noch möglichst unverfälscht. Haben wir dort unsere Einstellungen gefunden, speichern wir die komplette Einstellung als Preset ab. Das beinhaltet nicht nur die Reglereinstellungen, sondern ebenso die Rauschwerte. Hat man mehrere Kombinationen, zum Beispiel unterschiedliche Mikros oder Preamps, speichert man die verschiedenen Charakteristika. So spricht der Name für sich und die Entrauschung ist nur noch wenige Clicks entfernt. Nun noch einmal in die Aufnahme clicken, um die Auswahl aufzuheben, dann ‚Apply‘. Oder Strg+A und ‚Apply‘. Das wars.

Alternative ‚Noise Reduction (process)‘

Audition hat noch einen zweiten Entrauscher, der in der Effektliste ganz oben zu finden ist: ‚Noise Reduction (process)‘.

Noise Reduction

Noise Reduction

Der Arbeitsablauf ist im Grunde der gleiche, nur werden hier der Rauschanteil in Prozent und die Absenkung in dB eingestellt. Zusätzlich kann man nur das Template-Rauschen selbst abspeichern, unabhängig von den Reglerwerten. Im Grunde macht Noise Reduction das Gleiche wie Hiss Reduction, nur scheint der Algorithmus ein etwas anderer zu sein. Auch diese Funktion arbeitet recht brauchbar, so lange man nicht versucht, alles Rauschen zu entfernen. Vielleicht für den eigenen Fall mal beide versuchen und für sich heraus zu finden, welche Funktion bessere Ergebniss bringt. Brauchbar waren bei mir 20% und 10 dB, sonst hat man beim Mastering ein derbes Problem. Rauschfahnen und Pumpen des Compressors.

Zu viel des Guten ist von Übel

Kontraproduktiv ist es bei beiden Plugins, alles Rauschen entfernen zu wollen. Das Rauschen im Signal wird nämlich nicht zu 100% entfernt und es bleiben Transienten im Signal, die wir zwar nicht hören, die ein nachfolgender Exciter oder Kompressor aber schon „sieht“. Und zwar um so mehr, je mehr das Plugin das Rauschen heraus gerechnet hat. Die Folge beim Exciter ist, dass er versucht, diese Transienten, wie er es eigentlich auch soll, zu betonen. Das bringt dann Rauschfahnen zu Anfang und Ende des Nutzsignals. Ein Compressor findet die Transienten auch und regelt herunter. Das Ergebnis ist ein Pumpen. Beides klingt unschön und macht das doch gute Ergebnis wieder schmutzig.

Daher sollte das Rauschen um einen hörbaren Anteil reduziert werden, aber nicht völlig beseitigt. Selbst wenn man hinterher nicht selbst mastert, kann der nicht in die Rechnung einbezogene Sendeprozessor mit seinem Compressor ins Pumpen kommen. Dann ist es zwar rauschfrei, klingt jedoch trotzdem nicht gut. Der einzige Fall, wo man das Rauschen bis gegen Null reduzieren könnte, wäre der, wenn das Ergebnis unveränderbar auf einer CD oder auf einem Stick landet und nicht zusätzliche Bearbeitungsschritte folgen.

Randerscheinungen

Man muss sich immer darüber klar sein, dass jede Änderung der Konfiguration, seien es Pegel oder Geräte, eine neue Parametrisierung notwendig macht. Baut man sein Schlafzimmerstudio für jede neue Aufnahme immer erst mal auf, sollte man dafür sorgen, dass alle Zustände wieder gleich sind: Sprechabstand, Platzierung des Mikros, die Umgebung mit Hall und Fremdschall. Wirklich kritisch sind dabei die Pegel am Preamp und im PC, sie haben direkten Einfluss auf den Rauschanteil. Dagegen sind Sprechabstand und Raum nur kleinere Faktoren, die man auch nicht zwingend berücksichtigen muss.

Und so klingt das nun vorher und nachher. Das Rauschen am Anfang habe ich etwas verkürzt. Und die Ergebnisse sind durchaus brauchbar. Es ginge sogar noch etwas mehr Rauschreduktion, da war mir der Einfluss auf die Atmer zu groß und es klang etwas unnatürlich. Your mileage may vary.

Vor dem Entrauschen

Nach dem Entrauschen

Alles sehr verwirrend

Normalerweise halte ich mich aus politischen Diskussionen heraus. Diese Tendenz hat in den letzten Jahren eher zugenommen, nicht, weil ich unpolitischer geworden wäre, sondern weil die Sache mir zunehmend unübersichtlicher geworden ist. Doch gelegentlich erhellt sich eine Geschichte durch eine Kleinigkeit. Bei mir war diese Kleinigkeit eine Serie von Posts in Facebook, einer davon kam von mir und ich meinte, ich würde mir manchmal die Rückkehr in die Siebziger wünschen. Eine Zeit in der alles übersichtlicher war. Eine Antwort auf mein Posting war der Hinweis, dass es in den Siebzigern den Kalten Krieg gegeben hat. Eine politische und militärische Lage, in der nur einfaches technisches Versagen hätte dazu führen können, den Untergang des Abendlandes auszulösen.

Genau dieser Fall ist einmal eingetreten und die Katastrophe würde durch vernünftiges Handeln eines russischen Leutnants verhindert. Zu dieser Katastrophe wäre nicht mal ein einziger Flüchtling oder islamistischer Terrorist notwendig gewesen, das hätten Sowjets und Amerikaner mit ihren Gigatonnen Atomwaffen im Alleingang geschafft. Hatten wir deshalb Angst? Im Grunde nein, denn wir hatten, tatsächlich oder eingebildet, das Gefühl, die Sache zu verstehen. Wir hatten insgesamt das Gefühl, noch alles halbwegs zu verstehen. Die Ölkrise, den Kalten Krieg, Unfälle in Atomkraftwerken. Wir hatten sogar einen Tucken das Gefühl, diese Dinge beeinflussen zu können.

Jeder kann meine Meinung haben

Das war auch sehr einfach. Unsere Meinungen resultierten aus wenigen Quellen. Aus Tagesschau, dem Spiegel, vielleicht dazu die TAZ, unsere Familie und ein paar Verwandte, Freunde und Nachbarn. Öffne ich heute Facebook und Twitter, habe ich geschätzt eine Quadrillion Meinungen, Statements, Behauptungen und Stellungnahmen. Das macht die Geschichte unübersichtlich. Schon deshalb hatte ich manchmal vor, mich bei Facebook abzumelden, weil ich nicht mehr begriff, was da vor sich geht. Was davon ist noch wahr oder authentisch? Was ist Fakt und was ist Behauptung? Was passiert da überhaupt? Warum wird ohne ersichtlichen Grund so manche Sau durchs Dorf getrieben?

Nun geht es mir an dieser Stelle wohl nicht alleine so. Mit fortgeschrittenem Lebensalter, einer Menge Lebenserfahrung, als Akademiker, als gelernter Journalist nach den Fächern Recherche und Presserecht, sollte ich doch diese offensichtlichen Folgen der Globalisierung und um sich greifenden sozialen Medien verstehen. Früher war schon Paris sehr weit entfernt. Heute ist medial gesehen Peking um die Ecke. Was macht man, wenn die Welt um einen herum zunehmend unverständlich, undurchschaubar, unbegreiflich wird? Wenn das Gefühl entsteht, man ist abgehängt?

Genau diese Frage hat schon mal Leute beschäftigt, die an der University of Kent arbeiten. Könnte sein, dass sich durch deren Forschungen das Dunkel etwas lichtet. Diese Leute haben sich damit auseinander gesetzt, warum es in den letzten zehn Jahren in zunehmender Zahl Verschwörungstheorien gibt. Angefangen hatte es zum Beispiel mal vor langer Zeit damit, dass Paul McCartney schon lange tot sei, bewiesen wurde es angeblich auf dem Cover von Abbey Road durch seine fehlenden Schuhe, durch ein Autokennzeichen, durch die Zigarette in der rechten Hand (weil Paul Linkshänder ist). Lady Diana wurde Verschwörungstheorien nach durch den Geheimdienst MI5 umgebracht. Flugzeuge hinterlassen keine Kondensstreifen, sondern sie verspühen Gift und bringen die Menschheit um. Chem Trails genannt. Warum glauben Menschen an krudeste Verschwörungstheorien?

Im Westen nichts wirklich Neues

Die Forscher aus Kent meinen es zu wissen. Sie sagen, dass je geringer die Selbstwirksamkeit und je stärker das Gefühl der Benachteiligung sei, desto größer die Bereitschaft, an Verschwörungstheorien zu glauben. Je mehr man sich als Opfer eines nicht verstandenen Vorgangs fühlt, desto eher hilft eine Verschwörungstheorie. Und je geringer der Bildungsgrad, desto größer die Neigung, komplexe Phänomene so zu erklären, um dem Druck des Nichtverstehens auszuweichen. Im Glauben, die anderen Leute würden es verstehen. In vielen Verschwörungstheoretikern kocht eine Mischung aus Angst, Ohnmacht und Kontrollverlust. Doch wächst mit jedem Tag die Komplexität des Alltags. Das Internet hat seinen Beitrag dazu geleistet, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Man versteht nicht mehr, was um einen herum passiert. Man verliert die Orientierung. Ein fruchtbarer Boden für Echokammern und Filterblasen.

Wenn in einer Stadt wie Dresden 0,1% der Einwohner Muslime sind, aber Pegida die Islamisierung des Abendlandes fürchtet, ist das nichts anderes als eine Verschwörungstheorie. Verschwörungstheorien haben einen immensen Vorteil. Sie basieren auf Behauptungen, nicht auf Fakten. Und jeder, der die Theorie anzweifelt oder dagegen argumentiert, ist einer der Verschwörer oder zumindestens darauf aus, den Followern der Theorie Böses zu wollen.

Genau deshalb ist eine Diskussion mit Pegida- oder AfD-Anhängern fruchtlos, denn man will ihnen ihre Verschwörungstheorie wegnehmen, die ihnen doch hilft, in einer nicht mehr verstehbaren und überschaubaren Welt halbwegs unbehelligt zu überleben. Argumente helfen nicht, weil sie die Verschwörung noch viel mehr zu beweisen scheinen, sei es seitens der Lügenpresse, der Politiker oder Andersdenkender. Diese Gegenwirkung steigert noch die Heftigkeit, in der um die Verschwörungtheorie gestritten wird. Im Gegenteil, je mehr diese Theorien ad absurdum geführt werden, desto sicherer sind ihre Anhänger, dass sie stimmen. Weil der Widerstand der Anderen beweist, dass man selbst auf dem richtigen Weg ist. Als wenn mit den Rücktritt der Kanzlerin plötzlich der Strom an Flüchtlingen abnehmen würde. Verschwörungstheorien sind etwas Feines. Man kann sich in sie einwickeln und sie beinhalten den Automatismus, dass jeder Versuch, Fakten dagegen zu stellen, die Theorie bestätigt.

Das Fazit

Betrachtet man die endlosen Schlammschlachten in Facebook oder in Talkshows unter diesem Gesichtspunkt, bekommen die Geschichten etwas Putziges. Plötzlich sieht man die typischen Merkmale und Mechanismen der Verschwörungstheoretiker. Dazu bekommt man die Erkenntnis, dass Argumentieren gegen den Schwachsinn nicht nur unnütz ist, sondern gleich noch Öl ins Feuer gießen bedeutet. Für mich nur eine weitere Bestätigung, mich aus den Diskussionen heraus zu halten. Nicht, weil ich unpolitisch bin. Sondern weil ich zunehmend den Blödsinn darin erkenne. Sollen sich diese Leute doch ihr Öl selbst besorgen.

Sprecherkabine für Arme

micscreen

micscreen

Normalerweise habe ich in Niedersachsen mein Kellerstudio, perfekt gedämmt, den PC am anderen Ende des Raumes mit Absorbern akustisch abgetrennt, nur Monitor und Maus auf dem Aufnahmetisch. Gelegentlich möchte ich gerne auch in meiner Behausung in Ostwestfalen kurze Texte einsprechen, manchmal nur wenige Minuten lang. Doch selbst das Schlafzimmer mit Bett und Wandbehang ist zu hallig, wenn auch ruhig. Was tun? In solchen Fällen kann ein Micscreen wie von Thomann helfen.  Hier fängt das Angebot bei knapp unter 50 Euros an, nach oben hin fast offen. Für mich wesentlicher war, dass ich bei nur gelegentlicher Nutzung den Micscreen auch verstauen muss. Und jedes Mal erst in den Keller zu laufen, macht die Sache nicht einfacher. Das muss doch anders, billiger und einfacher gehen. Tut es auch.

Man nehme:

  • Zwei Platten Dämmschaumstoff, billig und mit viel Auswahl beim Pyramidenkönig; Pyramiden dämpfen besser, Noppen sind flacher; ich habe 7 cm-Pyramiden genommen.
  • Zwei Hartschaumplatten 50 x 50 cm aus dem Baumarkt, alternativ auch Sperrholz (schwerer, aber stabiler). Weißer Hartschaum und weißer Schaumstoff sehen besser aus. Sonst das Sperrholz mit Spühfarbe bearbeiten.
  • Zwei kleine Möbelscharniere.
  • Klebstoff, klassisches Pattex für Platten und Scharniere,  oder Sekundenkleber bzw. alternativ Senkkopfschrauben und Muttern für die Scharniere.

Die beiden Platten mit den Scharnieren verbinden, dabei bei den Scharnieren darauf achten, dass die Platten nach hinten ganz zusammen geklappt werden können. Den Schaumstoff auf der Vorderseite der Platten aufkleben, an der Verbindungsseite etwas Abstand lassen. Geht, weil die Schaumstoffplatten nicht ganz 50 cm lang sind. Fertig. Materialaufwand unter 15 Euros, Arbeitszeit eine Viertelstunde. Leicht angewinkelt stehen die Platten auf jedem Tisch. Unbenutzt verschwindet der Billig-Micscreen unter dem Bett oder im Schrank. Zwar kann man mit solchen Mitteln kein Badezimmer in eine Sprecherkabine verwandeln, aber für den Aufwand sind die Ergebnisse ganz brauchbar. Man bekommt den eigentlichen Hall nicht heraus, jedoch werden die hohen Frequenzanteile im Hall reduziert. Vielleicht ordere ich doch mal einen größeren Schirm bei Thomann und vergleiche die Ergebnisse.

Schlafzimmerstudio – ohne Micscreen

Schlafzimmerstudio – mit Micscreen