Samstag, 21. November 2020

Müde ...

Müde …

Seit der Umstellung auf GranCarno Pur Huhn hat Duna keinen Durchfall mehr gehabt. Also war die Vermutung mit der Unverträglichkeit mit Rind wohl zutreffend. Trotzdem bekommt sie noch eine Weile ihre Moro-Suppe, denn inzwischen werden es am Tag auch mal vier Häufchen. Der Darm kommt wieder in Tritt. Auch das Fell hat sich verändert, es ist nicht mehr so drahtig, sondern wird weicher und geschmeidiger. Duna auf dem Weg zum Kuschelhund. Und Duna kuschelt sehr gerne.

Die HuTa in Laatzen scheint etwas für sich zu haben. wenn ich morgens in der Lübecker Straße das Auto öffne und Duna sieht, wo wir sind, kann sie es nicht abwarten, hinein zu kommen. Dafür ist sie abends, wenn sie in der HuTa war, ausgesprochen müde und muss zur letzten Runde am Abend überredet werden. Sie macht auch kein so großes Getöse, wenn ich sie abhole, sie begrüßt mich zwar, aber das war es dann auch. Der Vorteil ist, dass ich jetzt kein schlechtes Gewissen habe, wenn ich sie in der HuTa lasse, denn sie fühlt sich da ja wohl und ist beschäftigt. So normalisiert sich das Leben nun wieder ein Stück, kommt in eine gewisse Routine. Was Vorteile hat, aber auch Nachteile, ich bin nicht mehr so beschäftigt.

Wie geht es wohl dem Hund?

Sonntagsfrühstück: mit Moro-Suppe und Omelette

Sonntagsfrühstück: mit Moro-Suppe und Omelette

Eigentlich ist morgen wieder Hundeschule angesagt, aber ich bezweifle zunehmend den Sinn der Sache. Was vielleicht auch daran liegt, dass Kathi Duna immer als Streber bezeichnet. Die anderen Hunde in der Gruppe sind tatsächlich kaum beherrschbar, was bei Duna nicht so ist. Sie kann zuverlässig ‚Halt‘, was ich für das Wichtigste halte, ‚Sitz‘ in 95% der Fälle. Bei Griff in die Hosentasche, wo die Leckerlis sind, zu 100%. Rückruf ist noch verbesserungsfähig. Als ich am letzten Sonntag Kathie sagte, dass ich ‚Platz‘ nicht brauche, weil das Duna nach fünf oder spätestens zehn Sekunden eh macht, wenn ich stehen bleibe oder mich hinsetze, erntete ich einen merkwürdigen Blick. Natürlich muss ein Hund halbwegs kontrollierbar sein, aber das ist Duna zu geschätzten 80%. Heute beim Gang zum Markt in Celle ging sie sehr gut bei Fuß. Jedoch das, wo Duna und ich noch so unsere unterschiedlichen Meinungen haben, dabei hilft mir die Hundeschule überhaupt nicht. Oder ich habe an diesen Stellen schon meine Instruktionen abgeholt.

Dabei gehen mir ganz andere Gedanken durch den Kopf. Geht es Duna gut bei mir? Fühlt sie sich wohl? Werde ich ihr gerecht, was ihre Bedürfnisse angeht? Duna ist für mich kein Partnerersatz, aber sie ist eine Begleiterin, und sie ist eine anspruchsvolle und liebe Begleiterin. Sie interagiert sehr stark, sie nimmt mich sehr genau wahr. Dazu lernfähig, was sie manchmal für eigene Zwecke ausnutzt. Wir kommen zur Haustür herein, sie bleibt unten an der Treppe sitzen, obwohl sie zum Pfotenabputzen ein paar Stufen hoch soll, zur Schonung meines Rückens. Kaum greife ich in die Hosentasche, schwupps, sitzt sie auf der dritten Stufe. Komme ich mit ihr ins Büro, ist es immer das gleiche Prozedere. Zuerst wird Heiko begrüßt, dann Timo. Sie reagiert, wenn Ceci mit ihr Spanisch spricht, Duna scheint Spanisch und Deutsch unterscheiden zu können. Das ist der Hund, wie ich ihn möchte, der zuhört, sein eigenes Wesen hat, nicht, weil er auf Kommandos abgerichtet ist, sondern weil er es will. Wenn ich dann Kathie mit ihrem Border Collie sehe, der perfekt gehorcht, aber auch ständig mit ‚Keksen‘ vollgestopft wird und aus Verfressenheit gehorcht, ist es das, was ich nicht will. Ich brauche kein Wesen an meiner Seite, dem ich meinen Willen aufzwingen muss, nur um des Aufzwingens willen. Da bin ich wohl doch noch zu sehr Katzenmensch.

Donnerstag, 12. November 2020

Angewohnheiten: Beim Schlafen die Pfote an der Schnauze

Angewohnheiten: Beim Schlafen die Pfote an der Schnauze

Heute Nacht um 2:04 Uhr. Duna ist unruhig, springt auf mein Bett und sofort wieder herunter, läuft im Schlafzimmer herum. Sie schafft es also mich zu wecken. Ich ziehe mir schnell eine Hose an, werfe mir den Mantel über und steige ohne Socken in die Schuhe vor der Wohnungstür. Duna möchte raus, wir kommen noch ohne Unfall bis zum Aueweg, wo sich Duna ihres Durchfalls entledigt und gleich auch noch mal ein Pfützchen hinterlässt. Gestern Abend war es noch ein ganz normales Häufchen, heute Nacht wieder Durchfall.

Fazit #1: Duna ist nun tatsächlich zuverlässig sauber, auch gestern im Büro lag sie vor der üblichen Pause mittags vor der Tür und wollte früher auf die Runde. Was richtig war. Fazit #2: Futterwechsel. Oder Umstellung auf Trockenfutter am Morgen und Feuchtfutter am Abend. Da muss ich noch einmal forschen. Ich kann mich erinnern, dass Birgit eine ganze Weile mit Juna experimentiert hat, weil die ebenso einen Wechsel zwischen normal und Durchfall machte. Was Duna aber genau nun nicht verträgt, ist mir noch schleierhaft. Die Links unten haben mir aber schon Hinweise gegeben.

Gesehen in Paderborn-Elsen an der Tankstelle

Gesehen in Paderborn-Elsen an der Tankstelle

Heute Morgen habe ich sie wieder in der HuTa in Laatzen abgeliefert. Kaum war sie in Laatzen aus dem Auto gesprungen und sah, wo wir waren, wollte sie sofort los und konnte es kaum abwarten, wieder in die HuTa zu kommen. Das war bei Simone nie so, sie ging zwar bereitwillig mit, aber machte auch einen Riesentanz, wenn ich wieder abholte. Als wenn ich drei Tage weg gewesen wäre. Beim Probetermin in Laatzen in der letzten Woche wurde ich zwar auch begrüßt, aber im Auto fiepte sie, als wir wegfuhren. Scheint keine schlechte Idee gewesen zu sein, der Wechsel der HuTa. Bleibt hoffentlich so. Vielleicht bringe ich sie in Zukunft einfach als Abwechslung gelegentlich dort hin, es macht ihr wohl großen Spaß, mal wieder in einem Rudel zu sein.

Für mich heißt es mit Duna in der Betreuung, dass ich wenigstens an zwei Tagen in der Arbeitswoche mal wieder ein warmes Mittagessen bekomme. Wenn auch Restaurants im Moment mal wieder dicht sind, so auch die Kantine im Porta hier.

Mehr über Durchfall bei Hunden

Zuerst einmal Infos, welche Arten von Durchfällen es bei Hunden gibt und wie sie sich unterscheiden. Darüber findet sich einiges bei Rinti, bei Anicura, und bei AnimalsDigital. In Dunas Fall ist es ein Dickdarmdurchfall, der in der Regel auf Unverträglichkeiten zurück geht. Ich vermute, dass es etwas mit Rindfleisch zu tun hat, denn bei Rinti wurde erwähnt, dass Hunde nicht selten Verdauungsprobleme mit Rind haben. Auf jeden Fall erklären sich so die Wechsel zwischen normalem Kot und Durchfall, weil ich bisher immer die Sorten von GranCarno gemischt habe. Was Blödsinn ist. Hauptsache dem Hund schmeckt es, die „Sortenvielfalt“ ist etwas für den menschlichen Kunden und Marketingquatsch. Der Vorteil von Animonda GranCarno ist jedoch, dass es auch reine Sorten gibt, also reine Pute oder reines Lamm ohne Rind oder andere Fleischarten. Deshalb werde ich das Futter erst einmal nicht wechseln, sondern nur Rindfleisch vermeiden.

Als Akuthilfe bei Durchfall verwendet ich Dia Tabs, die es in den niederländischen und belgischen Online-Apotheken deutlich billiger gibt als in Deutschland. Zusätzlich habe ich eine Portion Moro-Suppe auf dem Herd stehen, davon bekommt Duna morgens und abends zwei bis drei Esslöffel zusätzlich ins Futter. An dieser Stelle noch etwas mehr zur Moro-Suppe für Tiere. Meine Rezepte auf eben meiner Seite. Von Dr. Kaup in Paderborn hatte ich noch dieses Pulver, das ähnlich wirkt wie Kohletabeletten, also etwas gegen den akuten Durchfall. Hat auch gut gewirkt. Kohletabletten sind mega-out, die kleinen Kristalle können die Darmwand beschädigen, sowohl bei Tieren als auch bei Menschen. Sollte der Durchfall anhalten, geht es auf Schonkost: Reis mit Geflügel, so gekocht, dass der Reis schon leicht breiig wird. Auf keinen Fall Getreide, also keine Nudeln, auch Kartoffeln wirken nicht so beruhigend auf den Darm wie Reis.

Nachtrag: Bei Miezebello gibt eine Sorte Hundefutter namens Landfleisch, auch die in sortenreinen Versionen und mit Gemüse. Deutlich billiger als Animonda, das nehmen wir jetzt erst einmal, bis das bei ZooPlus schon bestellte GranCarno kommt.

Samstag, 7. November 2020

Nach dem Bad in der Aller

Nach dem Bad in der Aller

Man sagt ja immer, dass gemeinsame Erlebnisse zusammen schweißen. Heute waren wir bei schönem Wetter mal wieder an der Aller unterwegs. Hin Richtung Celle duch den Wald, zurück auf dem Aller-Radweg entlang. Da Duna an der zehn Meter langen Schleppleine lief, hatte sie die Möglichkeit, immer mal wieder auf kleinen Trittpfaden zur Aller rüber zu gehen, um sich Enten oder Ruderer aus der Nähe anzusehen, oder etwas zu trinken. Bis kurz vor Ende, nicht mehr weit vom Auto. Duna lief zur Aller, schnüffelte am Rand herum, dann war der Hund auf einmal verschwunden und ich hörte nur noch ein lautes „Platsch“. Ich spannte sofort die Leine stramm, aber da tauchte sie schon wieder auf. Sie war abgerutscht und in die Aller gefallen, also triefend nass, komplett. Den Weg zum Auto zurück machten wir sehr schnell, Duna passte mit Hut unter den Teppich, ganz kleinlaut, es wurden auch keine Schnüffelorgeien mehr abgehalten. Bloß zurück zum Auto. Ein Glück, dass ich immer Handtücher im Auto habe. Ich denke, sie wird da in der Zukunft vorsichtiger sein.

Freitag, 6. November 2020

Duna in der Ausbaureserve …

Dienstag, 2. November 2020

Die Hundis schlafen

Die Hundis schlafen

So ist es schon November, seit dem 12. September sind inzwischen sieben Wochen vergangen, der Dezember rückt damit näher. Unsere Wohnungssuche war bisher nicht erfolgreich, bestimmt 90% der Wohnungsangebote haben den Vermerk Keine Haustiere. Dunas Verdauungsprobleme bleiben rätselhaft. Am letzten Sonntagmorgen alles bestens, am Mittag nach der Hundeschule wieder nicht. Es könnte Stress sein, Futter fällt aus, weil wir nichts geändert haben.

Duna hat für das Thema Bett einen Kompromiss ausgearbeitet. Wenn ich aufwache, kommt sie noch für eine kurze Zeit ins Bett, kuschelt sich an mich und wir stehen dann etwas später auf, gehen vor die Tür und machen dann Frühstück. Duna möchte gerne feste Abläufe und Zeiten, geht lieber bekannte Wege.

Am Donnerstag geht es zum Probetermin in die neue HuTa. Ich war am Schluss mit den Verhältnissen bei Simone nicht mehr so ganz zufrieden. Außerdem hatte Duna nach den Aufenthalten dort regelmäßig wieder Durchfall, warum auch immer. Die neue HuTa ist gleich gegenüber dem Porta hier in Laatzen, also in Fußreichweite. Wir waren zufällig auf einer längeren Mittagsrunde daran vorbei gekommen. Dazu muss Duna noch eine Impfung gegen Zwingerhusten bekommen, was heute Abend bei Frau Tierärztin geschehen wird. Dann warten wir mal ab, wie die Sache weiter geht. Sie geht dann nur noch an zwei Tagen in die HuTa, hier im Büro hat Duna sich so gut eingewöhnt, dass es absolut problemlos ist, sie mit zu nehmen.

Was will mir das sagen?

Tiefenentspannt

Tiefenentspannt

Man kann einem Hund predigen, was man will. Er macht es nicht. Die erste Antwort, wie sie auch in jedem Hundebuch steht, wäre die, dass Hunde eben nicht die menschliche Sprache verstehen. Warum sage ich dann mehr beiläufig „Wir gehen gleich mal unten, Duna.“ und Duna geht zur Tür und sieht mich an. Gestern Abend hat sie die Rolle mit Toilettenpapier von der Fensterbank geholt und saß damit im Wohnzimmer. Nach meinem Kommentar „Kannst Du das mal sein lassen?“ ließ sie die Rolle liegen und wandte sich wieder ihren Stofftieren zu. Jetzt steht die Rolle auf dem Absatz über der Toilette, obwohl ich nicht sicher bin, ob sie da bleibt. Am Abend, als wir noch einmal nach draußen wollten, blieb sie auf dem obersten Treppenabsatz sitzen und setzte einen Gesichtsausdruck auf, den man als ernst und bedeutungsschwer interpretieren könnte. Ich verstand die Bedeutung dieses Ausdruckes sehr gut: „Ohne ein Leckerli gehe ich keinen Schritt weiter. Vergiss es. Never ever.“ Ein kleines Leckerli und sie lief beschwingt die Treppe herunter.

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass Duna verdammt viel von dem versteht, was ich sage. Und umgekehrt. Es sind nicht die lexikalischen Inhalte, sondern die Bedeutung übermittelt sich über den Klang und das Timbre. Die Kommunikation zwischen Mensch und Hund, im Gegensatz zu Mensch und Katze, ist wesentlich weitläufiger als man denkt. Die Kommunikation mit einem Hund kann sehr ausgeprägt verlaufen, in beide Richtungen. Gerade Duna, mit ihrem ausgesprochen vielfältigem Repertoire an Mimik ist dafür ein Musterbeispiel. Der Blick kann mal traurig und mal lustig sein, vorwurfsvoll oder bockig, enttäuscht oder ernst. So langsam beginne ich zu verstehen, warum der Hund als der beste Freund des Menschen gilt. Hunde lügen nicht. Bei Katzen bin ich mir da nicht so sicher.

Was bis Oktober 2020 war …