In der Spiegel-Bestsellerliste erschien Tuba Saricas Buch unter den Sachbüchern. Aber ist es wirklich ein Sachbuch? Ich würde sagen Nein, es ist eher Autobiografie oder Diskurs. Saricas Buch mit dem Untertitel Doppelmoral und falsche Toleranz – Die Parallelwelt der Deutschtürken und die Deutschen erzählt von ihr selbst. Vom Aufwachsen in einer deutschtürkischen Famile, die zu Lebzeiten des Vaters eine liberale, eher weltoffene war. Mit dem Tod des Vaters rückt ihre Mutter immer mehr in eine deutschtürkische Parallelgesellschaft. Tuba Sarica soll diese Umorientierung mitmachen, soll sich den Regeln und Denkweisen dieser für sie neuen Umgebung anpassen. Doch sie rebelliert, will ihren eigenen Weg gehen. Sie will Deutsche sein, Deutschland als ihre Heimat haben. Nicht um den Forderungen der Integration zu genügen, sondern nur, weil sie es will.  So ist das Buch einerseits subjektiv und persönlich, lässt aber doch nach dem Lesen ein ungutes Gefühl zurück.

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Die Warschauer Verträge, initiiert durch die damalige SPD-geführte Bundesregierung, läuteten nicht nur einen Phase im Verhältnis zwischen Deutschland und Polen ein. Der Besuch des Bundeskanzlers Brand im früheren Warschauer Ghetto versöhnte die beiden Länder nochmals auf besondere Weise. Der Kniefall Brandts in Warschau galt den einen als Symbol des Friedens und der Demut, anderen als Verrat. Doch wenige Politiker haben so viel für den Frieden in Europa erreicht wie der damalige Bundeskanzler.

Wenn von den großen Musikern des deutschsprachigen Raum die Rede ist, darf sein Name nicht fehlen. Neben Bach und Beethoven gilt Wolfgang Amadeus Mozart zur Riege der musikalischen Großen. Zu seinen Lebzeiten war er alles andere als erfolgreich oder gut verdienend, wie auch Johann Sebastian Bach. Dabei ist sein Werk überschaubar, er starb relativ jung, am 5. Dezember 1791. Erst danach wurde er zur Legende.

 

Das Treffen der drei wichtigsten Führer der Alliierten im Iran, in Teheran, diente nicht nur der Abstimmung über das weitere Vorgehen im Zweiten Weltkrieg, sondern auch der Frage, wie Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aussehen könnte. Dass von diesen Planungen nichts Wirklichkeit werden konnte, ist für Deutschland als ein Glücksfall zu sehen.

 

Es dürfte wenig überraschen, dass dieses Buch nicht nur von der englischen Sprache handelt, sondern auch in Englisch geschrieben ist. Eine deutsche Übersetzung würde wenig Sinn ergeben. Damit ist der deutsche Leserkreis von vornherein eingegrenzt, Schulenglisch reicht nicht zur Lektüre aus. Wer aber ein wahres Herz für die englische Sprache hat, etwas über diese Sprache jenseits des Gängigen erfahren möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Um es zu paraphrasieren: Nur Bill Bryson konnte dieses Buch schreiben.

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Die älteste und am längsten laufende Fernsehserie der Welt kommt aus Großbritannien, von der BBC. Weltweit bekannt und geliebt, läuft sie auch in Deutschland seit geraumer Zeit. Doctor Who ist ein Zeitreisender in einer Notrufzelle, der immer wieder in abstruse Abenteuer verwickelt wird.

 

Die erste Luftfahrtgesellschaft in Deutschland war eben nicht die Lufthansa. Es ging nicht einmal um Flugzeuge. Dass das Reisen in luftigen Höhen vor der Zeit der Flugzeuge mit den Zeppelinen aufkam, ist heute fast vergessen. Unvergessen das Ende der Zeit der Zeppeline, nach dem Unfall in den USA.

 

Was ist bloß da drüben im Osten los? Woher diese Wut, warum sind so viele Menschen dort so aufgebracht, warum feinden sie diese Staatsform, die sie doch so gerne haben wollten, offen an? Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in der sächsischen Landesregierung, die vier Monate vor der Wende aus der SED austrat, seit 2002 Mitglied der SPD, hat schon einige Antworten. Die sogar plausibel sind. In der DDR bei Erfurt geboren und aufgewachsen, kennt sie die DDR von damals, vor 1989, sehr genau. Früher stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Großsteinberg, von 1989 bis 1990 Bürgermeisterin von Großpösna im Kreis Leipzig-Land. Obwohl mich manche Leute hier schon gefragt haben, ob ich nicht rüber machen wollte, weil ich oft in Dresden und Tharandt, Ostberlin und Vogtland war, die Müritz, Schwerin und Rostock kenne, muss ich zugeben, dass ich über „den Osten“ verdammt wenig wusste.

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Am späten Abend des 9. Novembers 1938 begann das Progrom, das als „Reichskristallnacht“ bekannt wurde, wegen der mit Scherben von jüdischen Geschäfts- und Wohnungsfenster übersäten Straßen. Damit begann die extensive Judenverfolgung im Dritten Reich. Doch wie so oft hatte auch dieses Geschehnis eine Vorgeschichte, die vielleicht weniger bekannt ist.

Nach dem Bau der Berliner Mauer waren Ost- und Westberlin voneinander abgeschnitten. Nur wenige Tage noch durften Westberliner in den Ostteil der Stadt reisen, bevor der Westen auch dies unterband. Die ersten Ostbürger, die dann wieder in den Westen reisen durften, waren Rentner, wenn auch unter erschwerten Bedingungen.