Innerhalb kurzer Zeit hat das Thema „Künstliche Intelligenz“, die KI, englisch AI, Jahrzehnte eher schlummerndes Thema in der Informatik, breite Beachtung bekommen. Spätestens mit ChatGPT-40, ein Large Language Model (LLM) von OpenAI, kommt man einer künstlichen Intelligenz scheinbar immer näher. Modelle wie Gemini von Google oder Llama von Meta können, so scheint es, natürliche Fragen verstehen, Antworten generieren und dazu umfangreiche Recherchen durchführen. Neuer Höhepunkt sind Social Bots, auf KI beruhende Mentoren und Berater, die als Partner und mehr dienen sollen. Vor kurzer Zeit las ich, dass eine Frau ihren Social Bot geheiratet hat. Diese Modelle, so scheint es, können Emotionen und Gefühle haben, Empathie leisten und vieles mehr. Aber können Computerprogramme, deren Reaktionen eher auf riesigen Datenmengen aus dem Internet und Wahrscheinlichkeiten beruhen, wirklich Gefühle haben? Das können sie nicht, auch Staubsauger und Airfryer sind nicht zu Emotionen fähig, ein LLM ist auch nur eine Maschine, eine Software. Warum dann der Hype um die Social Bots? Es liegt in der Hauptsache an den Unternehmen, die hinter der künstlichen Intelligenz stehen, und die letzten Endes damit Geld verdienen möchten. So geht Eva Weber-Guskar auch nicht primär auf die Technik dahinter ein, sondern widmet sich philosophischen und psychologischen Aspekten hinter dem „Affective Computing“, dem Versuch, der künstlichen Intelligenz Emotionen beizubringen. Wobei Emotionen und Gefühle zwei unterschiedliche Sachen sind, die gerne verwechselt werden. Ganz zu schweigen von den Lügen und Fehlinformationen, die sich Elon Musks KI geleistet hat. Wollen wir das durch Emotionen gesteigert auf die Menschheit loslassen?

Eva Weber-GuskarGefühler der Zukunft


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