Dieses Buch würde ich besonders zwei Gruppen empfehlen. Denen, die angefangen haben zu schreiben, und denen, die gerne schreiben möchten. Doch es gibt noch eine dritte Gruppe, nämlich die, die gerne wissen möchten, wie ein Autor an das Schreiben eines Buches heran geht. Wie so ein Roman entsteht. Benedict Wells ist ein vielfach ausgezeichneter Autor von Romanen, er hat mehr als eine Million Bücher verkauft. Sein Roman «Vom Ende der Einsamkeit» allein verkaufte sich im deutschsprachigen Raum mehr als 500.000 Mal. In «Die Geschichten in uns» geht es nicht um eine einzelne Geschichte, sondern Wells zeigt den Prozess des Schreibens. Im ersten Teil schildert Wells seine eigene Historie, wie er zum Schreiben kam, sehr biografisch angelegt, über seine Motivation zu schreiben und wie sein persönlicher Weg dahin verlief. Über die Hürden mit dem Schreiben anzufangen, die noch viel höheren Hürden, von Verlagen wahrgenommen zu werden und einen Verlag zu finden, der seine Bücher veröffentlicht. Selbstdarstellung ist aber nicht das Ziel dieses Kapitels, sondern zu zeigen, wie man überhaupt Autor wird und wie viele Enttäuschungen und Frustrationen man durchstehen muss. Wells will damit Leute ermutigen, trotz aller Einwände das Schreiben zu beginnen. Auch wenn man von vielen Seiten zu hören bekommt, das sei doch brotlose Kunst, und von den Verlagen seine Werke freundlich ablehnend postwendend zurück erhält. Und trotzdem nicht aufgibt. So gesehen ist das Buch eine Schreib-Ermutigung, aber auch eine Art Anleitung, wie man zum professionellen Autor wird. Nicht nur im technischen Sinne, sondern auch gerade handwerklich. Deshalb ist das Buch genau so interessant für die Leute, die die Geschichten lesen. Eine Art Making-Of.
Ganzer Beitrag …


