Beiträge

Neben dem Lesen von drögen Sachbüchern haben Podcasts inzwischen reichlich Zuwendung bekommen. Die werde ich in den nächsten Posts einmal vorstellen. Gelegentlich kann es passieren, dass ich auch auf Hörbücher stoße, wenn sie nicht gerade über 96 Stunden laufen, was meine übliche Tageseinteilung sprengen würde. Zuletzt passierte das in WDR 5, wo ein schon älteres Buch nochmals eingesprochen wurde: «Bartleby der Schreiber». Das Buch hat nur 50 Seiten, dementsprechend kann man die Geschichte zeitlich übersichtlich anhören. «Bartleby der Schreiber» ist eine Erzählung des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville, die unter dem Originaltitel «Bartleby the Scrivener» veröffentlicht wurde. Es ist das erste Werk, das Melville nach Moby Dick verfasste, und wurde zunächst anonym im November und Dezember 1853 in zwei Teilen in der Zeitschrift „Putnam’s Monthly Magazine“ veröffentlicht.

WDR 5: «Bartleby der Schreiber» in der ARD-Mediathek


Ganzer Beitrag …

Bildquelle: MDR.DE

Bildquelle: MDR.DE

Mit dem Lesen komme ich immer noch nicht so recht weiter. Noch immer beschäftigen mich Michael Maul und Bernhard Schrammek mit der Podcast-Serie «Die Bach-Kantate», die nun immerhin seit Ende 2020 wöchentlich in MDR Kultur läuft. Nun haben Besprechungen klassischer Musik nicht selten etwas Schweres und Kompliziertes. Maul und Schrammek schaffen es jedoch, die Musik, eben speziell die Kantaten Bachs, nicht nur verständlich und bildhaft zu beschreiben. Es macht auch einfach Spaß, den beiden Moderatoren zuzuhören, denn Witzchen und Lästereien kommen nicht zu kurz. Die Folge 121 über die Kantate „Wir danken Dir, Gott, wir danken Dir“ ist so ein Beispiel, wo Michael Maul und Bernhard Schrammek zeigen, wie man klassische Musik auch ohne großes Hintergrundwissen und dünkelhafte Art den Hörern nahe bringen kann.

Details zu Michael Maul und Bernhard Schrammek in MDR.DE

Maul & SchrammekDie Bach-Kantate Folge 121

Episode

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Matthias von Hellfeld: Die verunsicherte Nation
Loading
/

Es geht um den Glauben, es gäbe so etwas wie ein historisches Deutschland, oder wie Alexander Gauland von der AfD faselte, eine tausendjährige erfolgreiche Geschichte Deutschlands. Dass das hanebüchener Quatsch ist, sei als bekannt vorausgesetzt. Tatsache ist, lieber Herr Gauland, dass Deutschland als Nation erst im 19. Jahrhundert entstand.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Gröschner/Mädler/Seemann: Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich …
Loading
/

Im japanischen Volksglauben gibt es Geister, die aus achtlos weggeworfenen Dingen geboren werden, so genannte Dinggeister. „Wie sähe der Dinggeist der DDR aus?“, fragen sich drei Frauen. Alle drei in Ostdeutschland geboren, Magdeburg, Dresden, Rostock. Also schon wieder ein Buch über die untergegangene Republik? Ja und Nein.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Morgane Llanque: Vielfalt
Loading
/

Als man 1934 bei Kanalarbeiten im heutigen Sachsen-Anhalt ein Grab aus der Mittelsteinzeit fand, ließen die wertvollen reichlichen Grabbeigaben auf eine hochgestellte Persönlichkeit schließen. Das konnte, nach damaliger Weltsicht, nur ein Mann gewesen sein. Erst die Rekonstruktion des Genoms der Person in der heutigen Zeit ergab, dass es sich um das Grab einer Frau handelte.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Eva Weber-Guskar: Gefühle der Zukunft
Loading
/

Innerhalb kurzer Zeit hat das Thema "Künstliche Intelligenz", die KI, englisch AI, Jahrzehnte eher schlummerndes Thema in der Informatik, breite Beachtung bekommen. Spätestens mit ChatGPT-40, ein Large Language Model (LLM) von OpenAI, kommt man einer künstlichen Intelligenz scheinbar immer näher.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Hauke Goos: Die Magie der deutschen Sprache
Loading
/

Die deutsche Sprache hat in der Welt keinen sonderlich guten Ruf. Weder ist sie so malerisch wie das Französische, noch so raumgreifend wie das Englische, weit vom melodiösen Italienisch entfernt. Der irische Komiker Dylan Moran sagte einmal, die deutsche Sprache klinge wie eine Schreibmaschine, die Alufolie frisst und die Kellertreppe heruntergetreten wird.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Tim Engartner: Raus aus der Bildungsfalle
Loading
/

Das letzte Kapitel des Buches beginnt Tim Engartner so: „In regelmäßigen Abständen wird die Bildungskatastrophe entdeckt, beschworen, diskutiert – und wieder vergessen. Und von Jahr zu Jahr werden die Versäumnisse schwerwiegender. Wenn wir nicht auf den endgültigen Kollaps unseres Bildungswesens warten wollen, müssen wir endlich handeln.“

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Nava Ebrahimi: Und Federn überall
Loading
/

Einige Freunde von mir sind im Emsland aufgewachsen, leben aber heute in Ostwestfalen. Sie erzählten, dass das Emsland eine ausgesprochen dröge Gegend sei und sie gerade als Jugendliche dort beinahe an Langeweile verstorben wären. Somit ist das fiktive Kleinstädtchen Lasseren im Zentrum des Geschehens nicht schlecht gewählt, mit unterentwickelter Infrastruktur gerade im ÖPNV, beherrscht von einer Geflügelfabrik, dem größten und einzigen bedeutenden Arbeitgeber.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Jürgen Wiebicke: Dürfen wir so bleiben wie wir sind?
Loading
/

Schon lange auf der Leseliste. Bereits 2013 erschienen, aber noch immer relevant. Jürgen Wiebicke schätze ich zuerst einmal als Moderator in WDR 5, sein "Philosophisches Radio" höre ich seit vielen Jahren. Mein erster Gedanke beim Buchtitel führte mich zurück zu einem älteren Werbeclip für eine Schokolade, die angeblich nicht dick macht. Wie ein schlankes blondes Wesen, sich keck eine Strähne aus dem Gesicht streichend, beim Joggen ihrer eher pummeligen Freundin weismachen will. Kurz danach der Jingle: "Ich will so bleiben wie ich bin ...". Werbemüll halt.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Domenico Gentile: La cucina vegetariana
Loading
/

Normalerweise sind ja Bücher mit politischem oder gesellschaftlichem Hintergrund mein Thema. Wenn ich hier ein Kochbuch anspreche, dann deshalb, weil es mich echt begeistert. Italienische Küche sind Pizza und Pasta? Von wegen.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Frank Nonnenmachern: Die Nazis nannten sie »Asoziale« und »Berufsverbrecher«
Loading
/

Wenn es um die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geht, dann zuerst um Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma, ebenso um Kommunisten und Sozialdemokraten nach der Machtergreifung der Nazis. Andere Gruppen werden allerdings fast nie Thema, wurden sogar bis 2020 von Entschädigungszahlungen und Anerkennung ausgeschlossen. Das waren die von den Nazis „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ genannten Menschen.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Stephan Anpalagan: Kampf & Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft
Loading
/

Vielen ist sicher noch das Zitat „Wir riefen Arbeitskräfte, es kamen Menschen“ in Erinnerung. So richtig das Zitat ist, ist es aus dem Zusammenhang gerissen. Der Teil „Ein kleines Herrenvolk sieht sich in Gefahr“ davor wird immer weggelassen. Es stammt aus einer Rede von Max Frisch, ist aber eben nur ein Nebensatz.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Bernhard Pörksen: Zuhören
Loading
/

Ein Zirkuszelt am Rande eines Dorfes, inmitten ausgetrockneter Felder, gerät in Brand. Ausgerechnet den schon geschminkten Clown mit seinen lustigen Schuhen schickt man ins Dorf, um zu warnen und um Hilfe zu holen. Doch niemand hört ihm zu.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Charlie English: Wahn und Wunder
Loading
/

Als ich den Klappentext las, war mir nicht mehr wirklich erinnerlich, warum ich dieses Buch bei der Bundesanstalt für politische Bildung bestellt hatte. «Wahn und Wunder – Hitlers Krieg gegen die Kunst». Denn außer zu Musik habe ich zu Kunst keine wirklich innige Beziehung.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Christian Jakob: Endzeit
Loading
/

Denke ich 25 und mehr Jahre zurück, fallen mir eine Menge Krisen ein. Die Ölkrise in den Siebzigern hatte steil ansteigende Benzinpreise zur Folge. Positiv war daran, dass man an einigen Wochenenden mit dem Rad auf der A40 durch das Ruhrgebiet fahren konnte.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Kurt von Stutterheim: England – Heute und morgen
Loading
/

Es kann schon vorkommen, dass ich Bücher lese, die schon einige Jahre älter sind. Ein Buch von 1937 ist mir aber noch nicht untergekommen. Ein Nachbar, der seinen riesigen Bücherbestand nach und nach auflöst, schenkte mir dieses Buch, da er mich als "Englandfahrer" kennt. Bücher über England habe ich eigentlich schon reichlich, aber weiteres Material kann ja nie schaden.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Nachgedanken zu «Freiheitsschock»
Loading
/

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich nach den letzten Seiten eines Buches einen Moment brauche, um das Gelesene zu sortieren. Das ist im Grunde der Sinn der ganzen Leserei, Geschichte, Geschehnisse, die Welt überhaupt, aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Ilko-Sascha Kowalczuk
Loading
/

Ilko-Sascha Kowalczuk kann man aktuell kaum entgehen. Kowalczuk im Fernsehen, beim Deutschlandfunk, beim MDR, beim WDR, in HR2 und im Spiegel. Sein Buch «Freiheitsschock» habe ich erst in der dritten Auflage bekommen, so schnell waren die ersten beiden vergriffen. Doch er hat keinen großen Roman geschrieben, nicht mal ein dreibändiges Geschichtswerk, sondern ein Essay.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Jutta Reichelt: Mein Leben war nicht wie es war
Loading
/

Ein autobiografisches Buch, das den Weg der Autorin Jutta Reichelt nachzeichnet, mehr ein Buch über einen Prozess als über eine Handlung. Geschrieben hat sie das Buch über viele Jahre. Jutta Reichelt war lange der Meinung, ihr Leben sei doch ein ganz normales, sie sei bei ganz normalen Eltern aufgewachsen, in einer ganz normalen Familie. Wenn da nicht seit Kindheit die Angewohnheit wäre Selbstgespräche zu führen.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Bauer/Gigerenzer/Krämer/Schüller: Grüne fahren SUV und Joggen macht unsterblich
Loading
/

Statistisch ist jeder fünfte Mensch ein Chinese. Oder eine Chinesin. Beim Abzählen an der nächsten Kaffeetafel der Familienfeier stellt sich also heraus, dass Onkel Karl Chinese ist.

The Writer's Pit
The Writer's Pit
Juli Zeh: Unterleuten
Loading
/

Romane lese ich ja eher selten. Wenn, dann greife ich gerne auf bekannte Autoren zurück, in diesem Fall auf Juli Zeh. Ihr Roman «Unter Menschen», der mir in Stil und Erzählweise gefallen hatte, führte zum Griff zu einem weiteren Buch von ihr. Allerdings kein ganz neues Werk, sondern schon aus 2016. Die Geschichte spielt wieder in der Brandenburgischen Landidylle, die in Wirklichkeit keine Idylle ist.