Richard David Precht: Erkenne dich selbst

Richard David Precht: Erkenne dich selbst

Band zwei der Philosophiegeschichte des Richard David Precht, nach der Bewältigung des ersten Bandes. Es war wohl nicht ganz einfach, die jeweiligen Zeitpunkte der beiden Bände festzulegen. Precht nennt als Zeitraum des zweiten Bandes Renaissance bis zum deutschen Idealismus. Konkret setzt die Geschichte ungefähr bei 1420 ein, mit einem Bild und einem Maler, von dem aus Precht die weitere Entwicklung aufspannt. Näher betrachtet werden Cusanus, Ramon Llull, Lorenzo Valla, in weiteren Blicken die vorherrschenden Medici und Niccolò Machiavelli. Obwohl historisch wichtig, ist hier eine kleine Durststrecke zu bewältigen, bevor es wieder näher an unsere heutigen Interessen geht: Erasmus von Rotterdam, Martin Luther, die Wege der Reformation und dazu parallel Nikolaus Kopernikus. Die Geschichte der religiösen Bewegungen schildert Precht hier anders als das, was wir aus Schulbüchern und vielen Medien kennen. Dass Luther eher ein im mittelalterlichen Denken verhafteter Besserwisser war als ein Revolutionär. Diese Sicht der Reformation in Europa und deren Konsequenzen waren für mich neu. Prechts Bewertung scheint jedoch durchaus logisch und plausibel. Wie er überhaupt an vielen Stellen mit den üblichen Sichtweisen hart aufräumt. So ist gerade in diesem zweiten Band so manche Kröte zu schlucken.

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Nach dem Verlust meines kleinen Studios im Keller habe ich meinen Kleiderschrank zur Sprecherkabine umfunktioniert. Was prima geht, da die darin untergebrachte Kleidung einen fast toten Raum erzeugt. Den letzten Rest Dämmung erledigen große Noppenschaumstoffe auf der Innenseite der Schranktüren. Das Pult war schon immer in diesem Schrank und beherbergt T-Shirts und Hosen. Etwas nervig war nur das eigentliche Aufnehmen. Ein Notebook neben dem Schrank auf einem Schreibtisch hatte einmal den Nachteil, dass ich zwischen den Abschnitten um die Schranktüren herum hin- und herlaufen musste. Der noch größere Nachteil war das deutlich hörbare Rauschen des Lüfters im Notebook. Zuerst wollte ich das Notebook gegen einen luftgekühlten Mini-PC tauschen, was aber mindestens 400 Euro Kosten bedeutet hätte. Es ging dann nicht nur billiger, sondern auch viel besser.

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