Eine wiederkehrende Situation sind Sendungen mit Musikstücken aus verschiedenen Quellen und aus verschiedenen Zeiten. Während das alte Supertramp-Album relativ leise ist, haut ein Metallica-Stück danach die Membranen aus den Lautsprechern. Mein erster Ansatz war, jeweils ein Stück über das Kontextmenü unter der rechten Maustaste auf eine bestimmte Loudness zu bringen. Das dann halt für jedes Stück. Neben der Zeit, die das Verfahren benötigte, war das auch sonst kontraproduktiv. Beim finalen Abhören der gesamten Sendung waren dann doch wieder Unterschiede in der Lautheit zu hören, weil zwar die absolute Lautheit jedes einzelnen Stücks gesetzt war, aber nicht in Relation aller beteiligten Stücke. Dazu hat Audition nämlich ein spezielles anderes Tool an Bord.

Im Hauptmenü findet man unter Fenster die Funktion Lautstärke-Anpassung. Die eigentlich Lautheits-Anpassung heißen müsste. Mit diesem Fenster kann man mehrere oder gleich alles Aufnahmen oder Stücke in einem Beitrag auf einheitliche Lautheit bringen. Dazu zieht man aus der Medien-Bibliothek die betreffenden Stücke in das Fenster für die Anpassung. Natürlich kann man mit Shift-Klick auch alle betroffenen Einträge markieren und in dieses Fenster ziehen. Danach wählt man das gewünschte Lautheits-Modell aus, ich nutze ITU-R mit -15 LUFS Ziel für Radiosendungen, andere Quellen empfehlen -18 LUFS. Danach Ausführen klicken und Audition bringt alle beteiligten Stücke auf gleiche Lautheit.

Das funktioniert in der Tat sehr gut. In einem Beispiel habe ich einmal vier Stücke mit sehr unterschiedlicher Lautheit genutzt. Einmal eine alte Supertramp-Aufnahme, eher leise gemastert, aktuelle Singer-Songwriter-Sachen und die auf maximale Lautheit gemasterte Aufnahme von Magellan. Beim Abhören sind die Stücke nun tatsächlich gut aufeinander abgestimmt, was sich auch in den unterschiedlichen Pegeln in der Track-Ansicht zeigt. Berücksichtigen muss man, dass die Quelldateien verändert werden, also die verwendete Musik immer als Kopien nutzen, nicht das Original.

Doris Dörrie: Leben Schreiben Atmen

Doris Dörrie: Leben Schreiben Atmen

Es war wohl der Titel, der dieses Buch zusammen mit Sascha Lobos Buch in den Einkaufskorb wandern ließ. Namentlich war mir Doris Dörrie schon bekannt, als Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Sie ist aber auch Autorin, bisher hatte ich von ihr jedoch noch nichts gelesen. Den einzigen Film, den ich ihr zuordnen konnte, war Happy Birthday, Türke! Dabei ist ihre Liste an Buchveröffentlichungen und Filmen verdammt lang, wie ihr Wikipedia-Eintrag zeigt. Noch viel mehr als der Buchtitel selbst sprach mich der Untertitel an: Eine Einladung zum Schreiben. Also wohl so etwas wie das wesentlich dickere Buch von Roberta Allan. Tatsächlich ist es das, eine Einladung und auch Anleitung zum Schreiben, genauer zum autobiografischen Schreiben. Dass der schiere Umfang eines Buches nichts über die Qualität oder Alltagstauglichkeit des Inhaltes sagt, ist klar. Tatsächlich geht Dörrie einen anderen Weg als Allan. Nicht unbedingt schlechter, aber anders.

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