Es hat mich interessiert, wie sich meine fünf Mikros so schlagen, wenn sie in gleicher Aufnahmesituation, mit gleichem Text, an den Start gehen. Ich wollte einfach wissen, welches mein Favorit ist. Am Ende war es wie vorher klar.

Røde M3

Kleinmembran-Kondensator-Mikro, vorgeschlagen als Drum-Overhead oder zur Abnahme von Chören und Gitarren. Tatsächlich eignet sich das M3 auch gut für Sprachaufnahmen, färbt sehr wenig, Rauschen hält sich auch in Grenzen. Ein ordentliches Universal-Mikro, das dazu noch mit einer internen 9 Volt-Batterie betrieben werden kann. Ideal für Außeneinsätze.

Røde NT1-A

Großmembran-Kondensator für Sprache und Gesang. Entsprechend das Ergebnis. Das NT1-A klingt sonor, zeichnet feine Details heraus, liefert Volumen ohne zu dröhnen. Nicht umsonst ein beliebtes Mikro im Studio für die feineren Arten von Gesang. Dabei preislich eher im unteren Segment angesiedelt. So kann der Preis täuschen.

Røde Procaster

Großmembraner, dynamisches Mikro, fürs Radio-Studio empfohlen, der Name sagt es. Ein Triton FEThead liefert 20 dB mehr Pegel. Ein Mikro für die lauten Stimmen, die auch entsprechend beim Hörer ankommen. Auch das Procaster färbt wenig, hat aber nicht die Feinzeichnung des NT-A, ist allerdings ein dynamisches Mikro und dementsprechend druckfest.

Shure SM57

Für Sprache eher ein Exot, sonst gerne für Verstärker-Abnahme und Schlagzeug benutzt. Tatsächlich braucht es sich hinter dem Procaster nicht zu verstecken, hat aber gewollt einen stärkeren Nahbesprechungseffekt. Wenn man eins hat, reicht das völlig für Sprachaufnahmen aus und ist deutlich billiger als das Procaster. Benötigt aber wie dieses einen Nachbrenner.

T-Bone SC400

Ein älteres Billig-Mikro, Großmembran-Kondensator, Thomann-Hausmarke. Dieses Mikro lag damals bei 40 Euro, reißt also kein Loch in die Haushaltskasse. Dafür färbt es deutlich und legt auch einen deutlichen Rauschteppich. Trotzdem ist das Preis/Leistungsverhältnis ok. Verwenden werde ich es nicht mehr.

Meine beiden Favoriten: Røde NT1-A und Procaster.

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